Mietpreiserhöhung

Ab Juni: Die Gebag erhöht die Mieten für 5.800 Wohnungen

Zum 01. Juni 2018 erhöht die Duisburger Baugesellschaft Gebag die Mieten in 5.800 frei finanzierten Wohnungen.

Foto: Anja Bäcker

Zum 01. Juni 2018 erhöht die Duisburger Baugesellschaft Gebag die Mieten in 5.800 frei finanzierten Wohnungen.

Bis weit über 50 Euro betragen die monatlichen Mieterhöhungen teilweise. Gebag begründet den Schritt mit einer Anpassung an den Mietpreisspiegel.

Die Gebag wird die Mieten zum 1. Juni 2018 erhöhen. Das geht aus einem Informations-Schreiben von Geschäftsführer Bernd Wortmeyer an den gesamten Aufsichtsrat hervor, der dieser Zeitung vorliegt. Betroffen sind demnach rund 5800 Wohnungen im gesamten Duisburger Stadtgebiet, die allesamt dem frei finanzierten Wohnungssektor unterzuordnen sind. Gebag-Sprecherin Gerhild Gössing bestätigt das Vorhaben der städtischen Baugesellschaft: „Wir müssen wirtschaftlich arbeiten und vor allem die Kosten selber decken. Dabei richten wir uns nach dem aktuellen Mietpreisspiegel und passen Mieten der ortsüblichen Vergleichsmiete an. Das ist ein ganz üblicher Schritt“, sagt die Sprecherin.

Gebag informiert Mieter am 22. März

Mieterhöhungen in der Spannweite von monatlich zwei bis 50 Euro sind für die Objekte vorgesehen. Der durchschnittliche Erhöhungsbetrag liegt den Berechnungen zufolge bei etwa 20 Euro pro Monat. Allerdings gebe es auch einige Ausnahmefälle, bei denen auch höhere Beiträge geltend gemacht werden könnten. Wie viele das sind und wie hoch die Beträge steigen, kann Gössing nicht sagen: „Das hängt ganz davon ab, wie groß das jeweilige Objekt ist und in welcher Lage in Duisburg es sich befindet.“Zuletzt wurden die Mieten im Jahr 2015 erhöht.

Zum Vorgehen lässt die Sprecherin wissen: „Wir haben uns bei unseren circa 6900 frei finanzierten Wohnungen das Mieterhöhungspotenzial angeschaut und Differenzen ausgearbeitet. Dabei haben wir rund 1000 Wohnungen außen vor gelassen, bei denen sich eine Mieterhöhung nicht lohnt.“ Der öffentlich finanzierte und geförderte Wohnungsbestand sei nicht betroffen, wie Gerhild Gössing betont.

Mit Modernisierungs- oder Neubaumaßnahmen habe „dieser Schritt nichts zu tun“, erklärt Gössing. Die Baugesellschaft ist dennoch „dabei, das Portfolio zu verbessern“, so die Unternehmens-Koordinatorin. Seit 2015 gebe es rund 200 Projekte seitens der Gebag, bei denen teilweise umfangreiche Modernisierungen und Neubauten vorgesehen sind. Die Mieterhöhungen werden zum 1. Juni 2018 wirksam. Die betroffenen Mieter werden laut Gössing ab Donnerstag, 22. März, informiert. Für die Mieter der städtischen Baugesellschaft besteht ein Einspruchsrecht. Kommt es zu einem Rechtsstreit, müsse ein Gericht darüber entscheiden, ob mehr Miete zu zahlen ist.

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