Verkehr

Baumaßnahmen auf der A40 in Duisburg nach 90 Tagen beendet

Eine der beiden neuen Schilderbrücken, die den Verkehr im neu gestalteten Bereich vor dem Autobahnkreuz Kaiserberg in die richtigen Bahnen lenken soll.

Eine der beiden neuen Schilderbrücken, die den Verkehr im neu gestalteten Bereich vor dem Autobahnkreuz Kaiserberg in die richtigen Bahnen lenken soll.

Foto: WAZ Fotopool

Duisburg.  Am frühen Samstagmorgen wurden die Baumaßnahmen auf der A 40 in Fahrtrichtung Essen zwischen den Autobahnkreuzen Duisburg und Kaiserberg beendet. Etwa 30 Kräfte waren in der Nacht am Werk. Die Baumaßnahmen hielten 90 Tage an. Ab sofort stehen an diesem Engpass vier Fahrspuren zur Verfügung.

Es fehlen nur noch ein paar Zentimeter. Per Handzeichen gibt der Mann in der orangefarbenen Arbeitsmontur, der im hochgefahrenen Korb eines Hubwagens Position bezogen hat, die letzten Kommandos an seinen Kollegen, der am Bedienpult des Spezialkrans sitzt. An dessen 30-Meter-Ausleger hängt ein stählernes Schwergewicht. Diese neu gefertigte Schilderbrücke, exakt 25 Meter breit und 16 Tonnen schwer, schwebt in Zeitlupentempo in die gewünschte Position – und wird millimetergenau auf die beiden bereits zuvor montierten Stützpfeiler abgesetzt. Das Aufatmen der Baustellen-Belegschaft ist groß: Dieser nächtliche Balanceakt, er ist geglückt.

Mit diesen spektakulären Nachtarbeiten – inklusive Vollsperrung der A 40 in Richtung Essen – ist die Baumaßnahme zwischen den beiden Autobahnkreuzen Duisburg und Kaiserberg am Sonntagmorgen um 6 Uhr nach 90 Tagen Bauzeit zu Ende gegangen. Bis zu 110.000 Fahrzeuge täglich passieren diesen Abschnitt. Und durch die Errichtung einer vierten Spur und die dadurch mögliche Veränderung der Verkehrsführung soll das Stau-Chaos, das dort vor allem im Berufsverkehr entsteht, ein Stück weit entzerrt werden.

Zwei-Millionen-Euro-Projekt punktgenau fertiggestellt

„Ich freue mich, dass alles reibungslos geklappt hat und wir rechtzeitig vor der Teilsperrung der A 59 im Mai fertig geworden sind“, erklärte Karsten Uhrig, zuständiger Projektleiter von Straßen NRW, bei einer nächtlichen Runde über die Baustelle. „Es ist immer schön, wenn wir einen vorgegebenen Termin einhalten.“ Aber nicht nur zeitlich, sondern auch finanziell sei bei diesem Zwei-Millionen-Euro-Projekt eine Punktlandung geglückt.

Etwa 30 Kräfte waren in der Nacht auf Sonntag gleichzeitig am Werk: Während die einen die gewaltigen Brücken mit den bis zu 30 m² großen und mit Reflektionsfolien beklebten Schildern montierten, bauten andere weiter hinten bereits die provisorischen Fahrbahntrenner ab oder reinigten die Fahrbahn. Laut Uhrig wurden etwa 15.000 m² neuer Asphalt verlegt und der bisherige Standstreifen in eine vierte Fahrspur verwandelt. „Die Autofahrer werden sich an die neue Verkehrsführung aber erst gewöhnen müssen, das dauert erfahrungsgemäß etwas.“

Als Letzter kam der Fahrbahnmarkierer

Natürlich hätte es auch Unvorhergesehenes gegeben. Beim Bau von neuen Betonfundamenten für die Schilderbrücken sei man auf eine Gasleitung und ein altes Starkstromkabel getroffen. Letztlich hätten aber auch diese Hindernisse den pünktlichen Baustellenabschluss nicht verhindern können.

Um 4 Uhr am frühen Sonntagmorgen kam als Letzter der Spezialist an die Reihe, der die neue Fahrbahnmarkierung auf den Asphalt auftrug. Und knapp zwei Stunden später rollte dann der erste Pkw in die neue Abfahrt zur A 3.

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