Quartiersbüro Hochheide

Blumen für ein soziales Miteinander an der Hanielstraße

Auf gute Nachbarschaft: Karin Schattauer, Rosemarie Ring, Petra Schoenenborn und Einrichtungsleiter Michael Hegemann mit Norbert Falk, Angelika Tillmann und Elke Schmitt aus dem Viertel (v.l.). In der vorderen Reihe: die Tagesgruppenkinder Abdullah, Abdullah, Yassin, Schauka und Tom. Foto:

Auf gute Nachbarschaft: Karin Schattauer, Rosemarie Ring, Petra Schoenenborn und Einrichtungsleiter Michael Hegemann mit Norbert Falk, Angelika Tillmann und Elke Schmitt aus dem Viertel (v.l.). In der vorderen Reihe: die Tagesgruppenkinder Abdullah, Abdullah, Yassin, Schauka und Tom. Foto:

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Homberg.  Am Familienzentrum Sankt Josef in Hochheide werden in einem Gemeinschaftsprojekt Hochbeete angelegt - im Schatten des Roten Riesen.

Die ersten Pflanzen sprießen schon aus der Erde der vier neuen Hochbeete, die am Rand einer eingezäunten Spielwiese neben dem Familienzentrum St. Josef angelegt wurden. Es sind unter anderem essbare Kräuter und einige winterharte Gewächse. „Auch im Herbst soll hier ja schließlich etwas wachsen“, sagt Petra Schoenenborn, Leiterin der Tagesgruppe der Sankt Josef Kinder-, Jugend- und Familienhilfe an der Hanielstraße. Gemeinsam mit den Nachbarn aus dem Roten Riesen und mit Budget aus dem Bürgerfonds des Quartiersbüro Hochheide wurden insgesamt vier Hochbeete angelegt.

Die neuen Beete sind eingebettet in große Holzverschläge. Zwei davon sind bereits in grün und rot bemalt, die anderen beiden sollen demnächst noch von den Kindern der Tagesgruppe selbst bunt gestaltet werden. „Zwei der Beete sind extra etwas tiefer, damit auch Rollstuhlfahrer an sie gelangen können“, sagt Rosemarie Ring vom Quartiersbüro Hochheide.

Abdullah (9) und Yasin (10) freuen sich bereits darauf, sich mit den Pflanzen zu beschäftigen. Sie wissen sogar schon, was sie im kommenden Jahr anpflanzen wollen: Erdbeeren und Mini-Tomaten. Dazu soll es noch weitere Nutzpflanzen geben - aber auch Blumen sollen blühen. Bis dahin müssen allerdings die Kräuter noch durchhalten. „Es war schon lange der Plan, etwas zum Thema Gärtnern zu machen“, sagt Petra Schoenenborn. Im Rahmen der Freiraumplanung für die Zeit nach dem Abriss der „Weißen Riesen“ sei dies ein erstes Projekt. „Es ist so etwas, wie ein Startschuss“, freut sich Brigitte Karhoff, die ebenfalls für das Quartiersbüro vor Ort war. Zu dem eingezäunten Gelände bekommt auch die Gemeinschaft der Bewohner des „Roten Riesen“ einen Schlüssel.

Mieter des Roten Riesen fassten mit an

„So können die Kleinen von den Großen lernen“, betont Schoenenborn. Die Mieter aus dem Wohnhochhaus haben auch jetzt bereits kräftig mit angefasst.

„Die Kooperation ist eine tolle Sache“, freut sich Karin Schattauer. „Es gibt auch schon seit längerer Zeit ein gemeinsames Sommerfest.“ Das findet auch Norbert Falk: „Es gibt einige ältere Menschen, die im Roten Riesen leben und früher selbst einen Garten hatten oder einfach gerne gärtnern.“ Sie wollen aber auch einfach etwas tun, um die Ecke mit den richtigen Dingen zu beleben. Denn oft gebe es bis spät in den Abend hinein Krach von Menschen, die einfach nur herumhängen oder gar etwas beschädigen oder irgendwo einbrechen.

„Wir haben eine ganz tolle Nachbarschaft“

Um dieser Entwicklung zu begegnen, soll das Viertel schöner werden. Und der Zusammenhalt sei eigentlich sehr gut. „Auch im Hochhaus haben wir eine ganz tolle Nachbarschaft. Das unterschätzen viele“, sagt Karin Schattauer, die sich gemeinsam mit ihren Nachbarn rund um ihre Heimat engagiert.

>>>>>>Ideen für Hochheide<<<<<<<<

Das Quartiersbüro Hochheide hat bereits seit einigen Jahren einen so genannten Bürgerfonds eingerichtet. Dieser ist mit 20000 Euro ausgestattet und fördert Ideen und Projekte vornehmlich im Sanierungsgebiet Hochheide. Wer Ideen hat, kann sich damit an das Quartiersbüro, Moerser Straße 245, wenden

Dort wird die Antragstellung begleitet und später einer Jury vorgelegt, die alle drei Monate tagt. Mehr Informationen im Internet: www.quartier-hochheide.de.

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