Bombenentschärfung

Zwei Weltkriegsbomben in Duisburg erfolgreich entschärft

Zwei amerikanische Fliegerbomben müssen noch an diesem Montag in Duisburg entschärft werden.

Foto: Stadt Duisburg

Zwei amerikanische Fliegerbomben müssen noch an diesem Montag in Duisburg entschärft werden. Foto: Stadt Duisburg

Duisburg.  In Duisburg mussten Montagabend zwei Bomben entschärft werden. Für gut zwei Stunden waren die A40 und die A59 gesperrt.

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In Duisburg Kaßlerfeld wurden an diesem Montag gleich zwei Weltkriegsbomben entschärft. Dafür wurden um 19 Uhr die A40 zwischen Autobahnkreuz Kaiserberg und Anschlussstelle Häfen sowie die A59 zwischen Ruhrort und Duisburg Zentrum gesperrt.

Bereits am 22. Februar ist im Rahmen der Bauarbeiten zum Ruhrtalradweg eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe entdeckt worden, die bislang aber nicht geborgen werden konnte. Der Kampfmittelräumdienst will an diesem Montag einen neuen Versuch starten. Im Februar lief die Baugrube immer wieder mit Grundwasser voll, so dass die Bergung abgebrochen werden musste.

Auf dem gleichen Gebiet nahe der Fährstraße gab es einen weiteren Verdachtspunkt, der sich am Nachmittag bestätigte. So wurde ein weiterer Blindgänger entdeckt, laut Stadt ebenfalls eine Zehn-Zentner-Bombe mit Aufschlagzünder. "Die Entschärfung erfolgt direkt im Anschluss an die Erste", teilte die Stadt mit.

3709 Personen leben in der Sicherheitszone

Die Evakuierungszone (Umkreis von 500 Meter um den Fundort) wurde erweitert. Im direkten Bereich der zweiten Bombe sind zehn Anwohner betroffen, die ihre Wohnungen räumen müssen, im Bereich der ersten Bombe sind keine Evakuierungen notwendig, hieß es bei der Stadt. In der Sicherheitszone (1000 Meter um den Fundort) leben 3709 Personen.

Betroffen ist auch die Ruhrschiffahrt, der Betriebshof der DVG, die Metro, die früher schließen musste - sowie Teile der Gastronomie im Innenhafen.

Die Entschärfung ist ab 20 Uhr geplant, ab 19 Uhr ist zivilschutzmäßiges Verhalten notwendig, dann greifen auch alle Straßensperren. Die Menschen sind aufgefordert, sich in Räumen aufzuhalten, die der Fundstelle abgewandt sind. Die Fenster der Wohnung sollten in jedem Fall geschlossen sein. Ein Aufenthalt im Freien ist in dieser Sicherheitszone ab 19 Uhr nicht mehr gestattet.

Informationen gibt es auch über Call Duisburg (Montag Abend besetzt) unter (0203) 283-2000 und das Gefahrentelefon der Feuerwehr unter 0800 112 13 13.

Als Sofortmaßnahme hat die Stadt die Ampeln an den Ausfallstraßen im Stadtgebiet optimiert. Mit Staus muss dennoch gerechnet werden.

Verkehrschaos auf den Autobahnkreuzen

Die Verkehrslage rund um Duisburg ist schon ohne die Bombenentschärfung extrem angespannt. Die A59 ist Richtung Dinslaken wegen eines Brandes in der letzten Nacht bis mindestens Donnerstag gesperrt.

Die A2 ist nach einem schweren Unfall Montag Nachmittag ebenfalls gesperrt. Bis abends wird in Fahrtrichtung Dortmund nichts gehen.

Bombenentschärfungen wirken sich auf Bus-Verkehr in Duisburg aus

Wegen der Entschärfung der Blindgänger gibt es am Abend auch Veränderungen bei Bussen, teilte die DVG mit: Die Linie 934 endet in beide Fahrtrichtungen bis zum Abschluss der Entschärfungsarbeiten ab 19 Uhr am Duisburger Hauptbahnhof. Die Linien 926 und 928 fahren aufgrund der Sperrung der A40 ab Duisburg-Häfen in Richtung Duisburg-Innenstadt. Die Fahrten der Schnellbus-Linie SB40 um 19.27 Uhr ab Walsum sowie um 19.46 Uhr und 20.46 Uhr ab Duisburg-Hauptbahnhof Ostausgang entfallen.

Verkehrsinformationen zu Bus und Bahn gibt es im Internet unter www.dvg-duisburg.de, bei der DVG-Telefonhotline unter der Rufnummer 0203 60 44 555 und in der DVG-App.

(aka)

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