Corona-Krise

Corona: Duisburger Obdachlosen-Vereine bitten um Hilfe

Damit Duisburger Obdachlosen-Vereine wie "Gemeinsam gegen Kälte Duisburg e.V." weiterhin Hilfe anbieten können, brauchen sie dringend Spenden. 

Damit Duisburger Obdachlosen-Vereine wie "Gemeinsam gegen Kälte Duisburg e.V." weiterhin Hilfe anbieten können, brauchen sie dringend Spenden. 

Foto: Fabian Strauch / Fabian Strauch / FUNKE Foto Services

Duisburg  Duisburger Obdachlose trifft die Corona-Krise besonders hart. Vereine kümmern sich zwar um sie, aber dafür sind sie selbst auf Hilfe angewiesen.

Das Coronavirus bereitet Obdachlosenvereine große Probleme. Weil ihnen Schutzkleidung fehlt und sie Hygienevorschriften einhalten müssen, haben viele Vereine in Duisburg ihre Hilfe eingeschränkt. Obdachlose leiden unter den Folgen, sie trifft die Krise eh besonders hart.

Geschäfte sind geschlossen, daher ist die Innenstadt leer und sie können kaum noch betteln und finden weniger Pfandflaschen. Zumal keine Veranstaltungen mehr stattfinden dürfen. Regelmäßiges Händewaschen, duschen, frische Kleidung - das lässt ein Leben auf der Straße nicht zu.

Deshalb bitten viele Vereine gerade jetzt um Spenden, damit sie den Obdachlosen auch in der Corona-Krise helfen können.

Duisburger Obdachlosenvereine bitten in der Corona-Krise um Spenden

Dazu zählen die Vereine: „Immersatt Kinder- und Jugendtisch e. V., „Gemeinsam gegen Kälte e.V.“ und „Suchthilfeverbund Duisburg e.V.".

Sie kämpfen für Obdachlose, Menschen mit geringem Einkommen und Suchtkranke, indem sie unter anderem Lebensmittel verteilen.

Die Streetworker des „Suchthilfeverbund Duisburg e.V." sind täglich auf der Straße unterwegs, gehen an Orte, wo viele Obdachlose leben, bieten ihnen Hilfe an und informieren sie über Neuigkeiten. Dadurch stehen sie dauerhaft miteinander in Kontakt.

Viele Obdachlose haben wegen des jahrelangen Lebens auf der Straße ein geschwächtes Immunsystem, sie ernähren sich oft nicht gesund oder nehmen Drogen. Sie sind besonders gefährdet, an Covid-19 zu erkranken.

Obdachlose sind wegen der Unsicherheiten gestresst

Viele Fragen bleiben für Obdachlose aktuell unbeantwortet, was für sie Stress bedeutet. Zwar zahlt der Staat weiterhin Sozialleistungen. Aber Behörden sind telefonisch schlecht erreichbar.

Die Suchthilfeverbund bietet trotz der aktuellen Lage einige Hilfen an: Postausgabe, Spritzentausch, Verteilen von Safer-Use-Artikeln, wie Löffel, Filter, Feuerzeuge. Zudem beraten sie Menschen telefonisch - lange und intensive Telefonate seien dabei keine Seltenheit.

Weitere Infos zu den Vereinen gibt es auf immersatt.org, www.gemeinsam-gegen-kaelte-duisburg.de und suchthilfeverbund-duisburg.de.

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