Steinhof

Corona: Duisburger Steinhof startet eine Spendenaktion

Steinhof-Sprecher Jochen Kriegel und Geschäftsführer Arno Eich (von links) setzen unter anderem auf eine Spendenaktion, um das Duisburger Kulturzentrum durch die Coronakrise zu führen und zu retten.

Steinhof-Sprecher Jochen Kriegel und Geschäftsführer Arno Eich (von links) setzen unter anderem auf eine Spendenaktion, um das Duisburger Kulturzentrum durch die Coronakrise zu führen und zu retten.

Foto: DANIEL ELKE / FUNKE Foto Services

Duisburg-Huckingen.  Wegen Corona müssen beim Duisburger Steinhof alle Veranstaltungen ausfallen. Um die Krise zu überstehen, setzt das Kulturzentrum nun auf Spenden.

Um die Corona-Krise zu überstehen, ist der Steinhof Duisburg auf Unterstützung angewiesen und bedient sich dazu verschiedener Mittel und Wege. Da bis Mitte Mai alle Veranstaltungen und Auftritte abgesagt wurden, versucht der ehrenamtliche Trägerverein des Huckinger Bürger- und Kulturzentrums nun, die unfreiwillig ruhige Zeit dennoch zu nutzen.

Zunächst habe der Trägerverein des Steinhofs noch gezögert, einen Spendenaufruf zu starten. Nun haben sie sich aber doch dafür entschieden, sagt Geschäftsführer Arno Eich: „Wir haben von einer solchen Spendenaktion zunächst Abstand genommen, weil es auch für viele andere Menschen und Unternehmen ums Überleben geht und wir da nicht vorpreschen wollten.“ Da sich jedoch einige Menschen beim Steinhof nach Spendenmöglichkeiten erkundigt hätten, kann seit dieser Woche gespendet werden.

Steinhof-Kunden können auf zwei Arten spenden

Spenden kann man dabei auf verschiedenen Wegen. Entweder, indem Kunden auf eine Rückerstattung von Tickets für ausgefallene Veranstaltungen verzichten, oder indem sie Geldbeträge auf ein Konto des Steinhofs überweisen. Wichtig ist dabei: Nicht zurückgegebene Tickets behalten ihre Gültigkeit. Denn: Der Steinhof hat für fast alle der ausgefallenen Veranstaltungen bereits Nachholtermine gefunden.

Ticketrückgaben habe es bisher nur vereinzelt gegeben, sagt Steinhof-Geschäftsführer Arno Eich. Ausnahmen gebe es aber auch: „Direkt nachdem wir schließen mussten, drohte uns ein Kunde mit einer Strafanzeige und rechtlichen Schritten, wenn wir nicht binnen einer Woche den Ticketbetrag zurückerstatten würden.“ Zu den Geldspenden nennt Eich noch keine Zahlen, nur so viel: Kleine Beträge seien bereits eingegangen. „Wichtig sind die Spenden, da sie uns eine zusätzliche Sicherheit geben und unser Überleben sichern“, betont Eich.

Auch für den Steinhof ist noch nicht absehbar, wie lange der Ausnahmezustand noch anhält. „Bis dahin müssen wir von unseren Rücklagen leben.“ Zusätzlich könnte ein langjähriger Sponsor helfen: „Dieser hat in Aussicht gestellt, den jährlichen Sponsoringbetrag vorab zu überweisen und damit unsere Liquidität zu sichern“, sagt Eich.

Duisburger Steinhof beschäftigt alle festangestellten Mitarbeiter weiter

Trotz fehlender Einnahmen beschäftigt der Steinhof seine neun festangestellten Mitarbeiter weiter: „Unsere Mitarbeiter haben eine Menge mit Terminverschiebungen und Stornierungen zu tun.“ Da Veranstaltungen im Steinhof bereits ein Jahr im Voraus terminiert sind, sei es umso schwieriger, Nachholtermine zu finden. Insbesondere für ausgefallene Hochzeitsfeiern, die meistens an Samstagen stattfinden. „Da hoffen wir, dass die Hochzeitspaare flexibel sind, was eine Verschiebung angeht“, sagt Eich.

Eins immerhin kommt dieser Tage schneller als geplant: Um die Corona-Zwangspause zu nutzen, hat der Steinhof die eigentlich erst für die Sommerpause geplanten Renovierungsarbeiten vorgezogen.

Das Spendenkonto des Steinhofs: Sparkasse Duisburg, IBAN: DE60 3505 0000 0200 0473 14.

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