Erlass

Corona in Duisburg: Eisdielen dürfen öffnen – strenge Regeln

In Duisburg durften Eisdielen in den vergangenen Tagen wegen der Allgemeinverfügung zum Schutz vor dem Coronavirus Eis nur liefern. Die Schutzverordnung des Landes regelt den Eisverkauf jedoch anders.

In Duisburg durften Eisdielen in den vergangenen Tagen wegen der Allgemeinverfügung zum Schutz vor dem Coronavirus Eis nur liefern. Die Schutzverordnung des Landes regelt den Eisverkauf jedoch anders.

Foto: Fabian Strauch / Fabian Strauch / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Corona in Duisburg: Nun dürfen auch Eisdielen trotz der Corona-Schutzmaßnahmen Eis an der Theke verkaufen. Das sind die Regeln.

Nun dürfen auch Duisburger Eisdielen öffnen und ihrer Kundschaft Kugeln über Theken hinweg anreichen. Während Dielen und Eiscafés in Nachbarstädten ihr Eis in den vergangenen Tagen trotz der Corona-Einschränkungen durchgängig an ihren Läden vertreiben durften, hatte die Duisburger Stadtverwaltung den Eisverkauf vor Ort per Allgemeinverfügung verboten. Betreiber durften nur liefern. Nun aber zwingt die Landesverordnung die Stadt Duisburg, den Eisverkauf an den Dielen – wie im Rest des Landes NRW – unter strengen Auflagen zuzulassen.

So weist das Amt für Kommunikation zur Öffnung der Eisdielen und mit sorgenvollem Blick auf das sonnig-warme Wetter am Wochenende auf die Regeln und Bußgelder für Eisverkäufer und Kunden hin. Die stehen in der „Verordnung zur Änderung der Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2“ des Landes vom 30. März.

Corona in Duisburg: Eis muss verpackt sein

Demnach muss die Übergabe der Ware „kontaktfrei“ erfolgen. Das Eis muss zudem verpackt sein. Das bedeutet, „dass der Verkauf von Eis im Waffelhörnchen in die Hand und in unverpackten Bechern ausdrücklich nicht gestattet ist“, erläutert ein Stadtsprecher.

Besonders wichtig sei zudem „die unbedingte Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5 Metern in Warteschlangen“. Eine weitere Auflage: „Der Verzehr von Speisen und Getränken ist in einem Umkreis von 50 Metern um die gastronomische Einrichtung streng verboten.“

Eisdielen-Besitzer müssen mit bis zu 1000 Euro Bußgeld rechnen

Die Stadt Duisburg bittet dringend darum, diese Spielregeln „auch bei gutem Wetter“ einzuhalten. Kunden müssen bei Verstößen mit Bußgeldern in Höhe von 200 Euro rechnen, Inhaber mit bis zu 1000 Euro. „Das Bürger- und Ordnungsamt führt stadtweit Kontrollen durch“, kündigt ein Stadtsprecher an.

Die Stadtverwaltung hatte die Eisdielen zunächst anders als Imbisse eingestuft, weil diese nicht der Grundversorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln dienten.

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