Urlaub

Coronakrise: So schafften es zwei Duisburger aus Kuba zurück

Luigi und Laura Dimo haben es endlich wieder nach Hause in Duisburg geschafft. Auf Kuba mussten sie wegen der Coronakrise länger bleiben als gedacht. 

Luigi und Laura Dimo haben es endlich wieder nach Hause in Duisburg geschafft. Auf Kuba mussten sie wegen der Coronakrise länger bleiben als gedacht. 

Foto: Dimo

Duisburg-Rahm.  Luigi und Laura Dimo saßen auf Kuba fest. Wie sie es während der Coronakrise wieder nach Hause geschafft haben – auch dank Eigeninitiative.

Gestrandet im Paradies. Trotz Palmen, blauem Meer und weißem Sandstrand wollten Luigi und Laura Theresa Dimo einfach nur noch nach Hause. Wegen der Coronakrise hing das Paar einige Tage auf Kuba fest. Ungewissheit, finanzielle Sorgen – der Urlaub drohte, zum Albtraum zu werden. Doch die beiden hatten Glück. Mittlerweile sind sie wieder im heimischen Rahm. Ihre Heimreise war allerdings nervenaufreibend.

,,Es ist schön, wieder hier zu sein. Die Ungewissheit ist vorbei’’, sagt Luigi Dimo (30) erleichtert. Als er und seine Frau einige Tage vor dem geplanten Rückflug erfahren hatten, dass dieser gestrichen worden war, sei das ein Schock gewesen. ,,Wir waren ohne Reiseveranstalter unterwegs, mussten uns um alles selbst kümmern. Es war ein ganz schönes Theater’’, sagt Dimo. Aber im Hotel fühlten die beiden sich wohl: ,,Uns ging es nicht schlecht auf der Insel, die Hotelmitarbeiter waren nett, halfen uns und gaben uns stets aktuelle Infos’’, sagt er.

Luigi und Laura Theresa Dimo nahmen ihr Schicksal in die eigenen Hände

Letztendlich habe man das Glück in die eigene Hand genommen und nach vier Tagen Schwebezustand einfach die Initiative ergriffen. Sonst, so sagt Luigi Dimo, wären die beiden wohl noch in der Karibik. ,,Wir erfuhren von anderen Touristen, dass ein Flieger von Condor bereitstand; sie hatten eine E-Mail der Deutsche Botschaft bekommen, worin sie aufgefordert wurden, am 28. März zum Flughafen zu kommen’’, erinnert er sich. ,,Wir hatten keine E-Mail von der Botschaft bekommen und auch nicht von der Fluggesellschaft, doch wir haben uns gedacht: Wir fahren einfach mit zum Flughafen, vielleicht haben wir Glück, und es ist auch was für uns frei in dem Flieger nach Frankfurt’’, sagt er.

Gesagt, getan. Die beiden hatten tatsächlich Glück. In Gruppen eingeteilt, aufgestellt in vier Reihen mit dem nötigen Sicherheitsabstand, standen die Passagiere bereit. Ordnung und Organisation seien sehr gut gewesen, findet Dimo.

Offenbar war sie besser als die Koordination der Deutschen Botschaft, die hatte festlegen müssen, wer an Bord darf. Im elektronischen System, so bekamen die beiden zu hören, habe es viele Fehler gegeben. ,,Da standen dann die Eltern ohne ihre Kinder auf der Flugliste, oder die Ehefrau ohne den Ehemann’’, sagt er. Das kam den Dimos zugute: Ob man sie ganz gestrichen hatte, ist nicht ganz klar. ,,Die Listen waren aber so fehlerhaft, dass es nichts mehr machte, dass wir gar nicht draufstanden’’, sagt er. Schließlich hatten die beiden vorweisen können, in Kontakt zu der Botschaft zu stehen, denn bemüht hatten sie sich ja um den Rückflug. Die anwesenden Mitarbeiter der Botschaft ließen die beiden somit mitfliegen.

Durch ihren Einsatz haben sich die beiden einige teuere Nächte im Hotel erspart

,,Mittlerweile haben wir Post bekommen, dass wir am 3. April nach Hause fliegen können’’, sagt Dimo, der längst im heimischen Bett schlafen kann. ,,Wir haben die Botschaft kontaktiert und uns bedankt und mitgeteilt, dass wir schon zurück sind’’, sagt er. Die Eigeninitiative hat den beiden so immerhin einiges an Geld erspart. ,,Wir mussten in dem Hotel 95 Euro pro Nacht zahlen, ein Sonderpreis des Hoteliers aufgrund der Situation, trotzdem natürlich nicht ganz billig.’’

In Frankfurt sei am Flughafen alles gut organisiert gewesen und ohne große Schwierigkeiten gelaufen – getestet worden auf das Coronavirus seien sie aber nicht. Auch in Quarantäne mussten die beiden nicht. ,,Alles in allem haben wir viel Glück gehabt. Die Zeit auf Kuba war schön, die paar Extratage haben uns finanziell nicht zu sehr belastet. Ich finde, Condor und die Botschaft haben einen guten Job gemacht. Ich hoffe, das klappt bei andren auch, denn es gibt sicher Leute, die aus welchen Gründen auch immer, dort wo sie jetzt sind, schlechter dran sind und dringender nach Hause müssen’’, sagt Dimo.

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