Corinavirus

Corona-Krise: Wie und wo Firmen in Duisburg Hilfe bekommen

In der Corona-Krise fürchten Unternehmer in Duisburg um ihr Existenz. Gastronomen ist von einem auf den anderen Tag die Geschäftsgrundlage weggebrochen. 

In der Corona-Krise fürchten Unternehmer in Duisburg um ihr Existenz. Gastronomen ist von einem auf den anderen Tag die Geschäftsgrundlage weggebrochen. 

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Duisburg  In der Corona-Krise fürchten Duisburger Firmen um ihr Existenz. Hilfsangebote fasst die lokale Wirtschaftsförderung zusammen. So hilft die Stadt.

Die Corona-Krise hat Folgen für die lokale Wirtschaft: Durch geschlossene Restaurants, Kneipen oder Geschäfte im Viertel, fehlende Einnahmen oder Betriebe in Kurzarbeit fürchten Unternehmer in Duisburg um ihr wirtschaftliches Überleben. Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GfW) hat für Selbstständige deshalb einen Corona-Newsletter gestartet. Er soll den Mittelstand, aber auch Klein- und Kleinstunternehmen, über schnelle Hilfen in der Corona-Krise informieren.

„Durch die vehemente Verbreitung des Coronavirus ist bereits jetzt eine Situation entstanden, die auch für viele Duisburger Unternehmen zur existenziellen Bedrohung wird und für zahlreiche offene Fragen sorgt“, teilt die lokale Wirtschaftsförderung mit. Bereits in über 160 Fällen haben sich Unternehmer in ihrer Ratlosigkeit an die GFW gewandt. „Stündlich werden es mehr“, teilt Sprecherin Annegret Angerhausen-Reuter mit. Von Gastronomen über Inhaber eines Friseursalons bis hin zu Kreativschaffenden – von einem Tag auf den anderen Tag sind Geschäftsgrundlagen zum Teil vollständig weggebrochen.

Corona-Krise: Newsletter für Unternehmer in Duisburg

In dem Corona-Newsletter der GFW werden Informationen gebündelt, Hilfsmaßnahmen vorgestellt und Kontaktadressen genannt. Da sich die Informationsfülle dynamisch entwickelt und immer wieder neue Maßnahmen beschlossen werden, sendet die GfW regelmäßige Aktualisierungen direkt ins E-Mail-Postfach. Eine Auswahl der vorgestellten Hilfen:

Corona: Kurzarbeitergeld für Unternehmen in Duisburg

Kurzarbeitergeld aufgrund von Auftragsrückgängen muss bei der Arbeitsagentur angemeldet werden. Die Hotline erreichen Unternehmer unter der Rufnummer 0800/4555520.

Wie die Agentur für Arbeit informiert, besteht der Anspruch auf , wenn mindestens zehn Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als zehn Prozent haben. Anfallende Sozialversicherungsbeträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden zu 100 Prozent erstattet. Der Bezug von Kurzarbeitergeld ist bis zu zwölf Monate möglich.

Weiter Fragen zum Kurzarbeitergeld beantwortet die Arbeitsagentur hier.

Corona-Pandemie: Hilfen für Unternehmen durch die Stadt

Die Stadt Duisburg weist darauf hin, dass Unternehmen, die infolge der Auswirkungen der Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, Hilfsangebote der Stadt in Anspruch nehmen können. So können gewerbesteuerpflichtige Unternehmen und Gewerbetreibende, wenn sich Gewinneinbrüche abzeichnen, ab sofort formlose Anträge per Post oder E-Mail beim Amt für Rechnungswesen und Steuern der Stadt Duisburg auf Absenkung der Gewerbesteuervorauszahlungen stellen.

Darüber hinaus verweist die Stadtverwaltung darauf, dass bei den von der Stadt erhobenen Abgaben, hier insbesondere Gewerbesteuer, Grundsteuer sowie Abfall-, Straßenreinigungs- und Abwassergebühren und Vergnügungssteuer, die Möglichkeit besteht, einen Antrag auf Stundung von Steuerzahlungen zu stellen.

Die Stadt Duisburg steht Gewerbetreibenden für steuerliche Fragen durch das Coronavirus als Ansprechpartner per E-Mail unter steuersachbearbeitung@stadt-duisburg.de zur Verfügung.

Finanzielle Hilfsmaßnahmen für Unternehmen in Duisburg

Im Corona-Newsletter hat die lokale Wirtschaftsförderung verschiedene Hilfsmaßnahmen für Unternehmen zusammengefasst. So gibt es etwa vom Bundesministerium für Wirtschaft Soforthilfen für kleine Unternehmen, auch mit Zuschüssen, die nicht zurückgezahlt werden, von bis zu 50 Milliarden Euro. Mit Hochdruck arbeite die Bundesregierung daran, dass Gelder so schnell wie möglich ausgezahlt werden können.

Für kleine Unternehmen und Selbstständige mit bis zu zehn Mitarbeitern soll es „Corona-Soforthilfen“ geben: Voraussetzung für eine Zahlung ist ein Schadenseintritt nach dem 11. März, den die Antragsteller nachweisen müssen.

>>> Corona-Newsletter der Wirtschaftsförderung in Duisburg für Unternehmer

Mit der eigens eingerichteten E-Mail-Adresse ist das Team der GfW unter corona-info@gfw-duisburg.de für Unternehmer der Stadt erreichbar. Darüber hinaus vermitteln die Firmenbetreuer und Fördermittelberater an weiterführende, passgenaue Ansprechpartner und fungieren dabei als Lotse durch den Informationsdschungel. Regelmäßig wird ein Newsletter versandt. Dieser informiert, wenn auch nicht mit dem Anspruch auf Vollständigkeit, über hilfreiche Tipps und Anlaufstellen für Selbstständige.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben