Zäune

Das Schulzentrum Süd in Huckingen wird komplett eingezäunt

Das Schulzentrum Süd mit dem Mannesmann-Gymnasiums und der Sekundarschule am Biegerpark wird eingezäunt, um sich vor Vandalismus zu schützen.

Das Schulzentrum Süd mit dem Mannesmann-Gymnasiums und der Sekundarschule am Biegerpark wird eingezäunt, um sich vor Vandalismus zu schützen.

Foto: DANIEL ELKE / Foto: DANIEL ELKE / FUNKE Foto Services

Duisburg-Huckingen.  Das Schulzentrum Süd in Duisburg hat genug vom Vandalismus. In Zukunft wird der Schulhof nach 18 Uhr geschlossen. Sporthalle bleibt zugänglich.

Das Schulzen­trum Süd mit dem Mannesmann-Gymnasium und der Sekundarschule Am Biegerpark hat dem Vandalismus den Kampf angesagt: Ein großer, grauer Zaun soll ungebetenen Gästen den Zugang zum Schulgelände erschweren.

„Natürlich geht es um Vandalismus“, sagt Stefan Zeyen, Schulleiter des Mannesmann-Gymnasiums im Schulzentrum Süd. Seit einiger Zeit schon grenzt ein Zaun das Gelände des Schulzentrums vom anliegenden Biegerpark ab, jetzt ist auch der Rest des Geländes umzäunt. Auf die Initiative des Gymnasiums und der benachbarten Sekundarschule hin wurde der zusätzliche Schutz errichtet.

Müll und Glasscherben

„Wir sind den Vandalismus, im großen wie im kleinen Maßstab, einfach leid“, erklärt Zeyen und erinnert sich an die Vorfälle in der Vergangenheit. „Die Leute lassen ihren Dreck hier liegen, das reicht von Kippen bis zu zerdepperten Glasflaschen. Wenn die hinter sich aufräumen würden, wäre das ja was anderes, aber so ist das nun mal nicht.“ So müsse der Hausmeister schon zu sehr unchristlichen Zeiten den Schulhof kehren, damit die Schüler morgens nicht in die Scherben treten.

Wobei ihm „ein offener Schulhof tausend Mal lieber“ sei, wie Zeyen schon 2017 bekräftigte, damals noch als stellvertretender Schulleiter. Mit Grauen denkt der Lehrer dann aber auch an die vergangenen Halloween-Nächte – und das nicht wegen besonders gruseliger Kostüme. „Da haben wir“, erinnert er sich, „einen Sicherheitsdienst engagiert, der die ganze Nacht auf dem Schulhof patrouilliert ist.“ Die finanziellen Mittel dafür haben die Schulen wohlgemerkt selbst aufgebracht. „Aber gerade die ,Streiche’ mit rohen Eiern an den Schulfenstern haben den Sicherheitsdienst alternativlos gemacht, diese getrockneten Eier kriegt man kaum noch von den Fenstern ab.“

Sporthalle bleibt frei zugänglich

Jetzt wird der Schulhof, beziehungsweise die Tore im Zaun, jeden Tag um 18 Uhr verschlossen. Die Sporthalle bleibt davon ausgeschlossen, dort trainieren nämlich auch nach 18 Uhr noch Sportvereine, „aber der innenliegende Schulhof wird nicht mehr zugänglich sein.“ Der Schulleiter hofft auf die abschreckende Wirkung des Zauns und darauf, dass niemand drüber klettert. Aber, und das ist Stefan Zeyen wichtig, die Bewegungsfreiheit der Schüler und Lehrer während der Unterrichtszeit wird nicht eingeschränkt.

Noch nicht verschlossen

Wann die Absperrung tatsächlich in Betrieb genommen wird, steht aber noch nicht endgültig fest. „Es müssen zum Beispiel noch Sicherheitsschlösser für die Rettungskräfte eingebaut werden, die müssen ja zu jeder Zeit Zugang haben“, erklärt Stefan Zeyen. Möglicherweise könnten die Tore im Herbst das erste Mal verschlossen werden, vermutet der Schulleiter.

Dass der Zaun jetzt noch nicht geschlossen ist, kann auch Sekundarschul-Schulleiter Pavle Madzirov bestätigen. „Als ich kürzlich um 19.30 Uhr gegangen bin, waren die Tore noch offen.“ Auch er hofft auf die abschreckende Wirkung des Zauns und ärgert sich über den Vandalismus in der Vergangenheit. Außerdem sieht er einen weiteren Vorteil, der potenzielle Zaunübersteiger in Zukunft fernhalten kann: „Wenn jemand über den Zaun auf das gesperrte Gelände klettert, hat das ja auch rechtliche Konsequenzen. Das wäre dann Hausfriedensbruch.“

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben