Prozess

Drogenhändler aus Duisburg droht mehrjährige Strafe

Wegen Drogenhandels steht ein 35-jähriger Duisburger vor dem Landgericht. Ein Urteil wird in der zweiten Märzwoche erwartet.

Foto: dpa Picture-Alliance / Volker Hartmann

Wegen Drogenhandels steht ein 35-jähriger Duisburger vor dem Landgericht. Ein Urteil wird in der zweiten Märzwoche erwartet. Foto: dpa Picture-Alliance / Volker Hartmann

Duisburg.   Ein bis an die Zähne bewaffneter Duisburger steht vor Gericht. Neben Drogen bewahrte er in seiner Wohnung ein regelrechtes Waffenarsenal auf.

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Wegen Drogenhandels und Verstoßes gegen das Waffengesetz steht seit Mittwoch ein 35-jähriger Duisburger vor dem Landgericht am König-Heinrich-Platz. In mindestens drei Fällen soll er im September 2017 in seiner vor Waffen starrenden Wohnung in Hochfeld Drogen verkauft haben. Die Anklage wirft ihm deshalb bewaffnetes Handeltreiben vor, was im Normalfall mit einer Mindeststrafe von fünf Jahren bestraft wird.

Als die Polizei die Wohnung des 35-Jährigen am 21. September 2017 durchsuchte, fand sie neben einer kleinen Drogenküche und einer eher amateurhaften Cannabis-Plantage rund 40 Gramm Marihuana und 300 Gramm Amphetamin. Mehr oder weniger griffbereit lag ein ganzes Waffenarsenal: Eine zur scharfen Waffe umgebaute Gaspistole Walter 9 Millimeter, ein Schlagstock mit integriertem Pfeffersprayer, mehrere Schleudern, darunter auch eine Präzisionswaffe, ein Schlagring, zwei Butterflymesser, vier Klapp- und Faltmesser, eine Stahlrute und vier Wurfsterne wurden sicher gestellt.

Rückhaltloses Geständnis

Der Vorsitzende mahnte den Angeklagten, der im Vorfeld der Verhandlung nur den Drogenbesitz zugegeben hatte: „Wer mit den Händen im Honigtopf erwischt wird, kann ja auch schlecht leugnen. Von Nachteil könnte dagegen sein, dass sie bislang nichts zum Drogenhandel gesagt haben.“ Denn ohne ein Geständnis käme das Gericht nur schwer zu einem so genanten minderschweren Fall, der eine Gesamtstrafe unter fünf Jahren möglich machen würde. Und die vom Angeklagten angestrebte Therapie rücke dann in weite Ferne.

Viel Überzeugungsarbeit musste das Gericht allerdings nicht leisten: Der Angeklagte gestand die ihm zur Last gelegten Taten zum Prozessauftakt rückhaltlos. Auch die drei Fälle des Handeltreibens ließ er durch seinen Anwalt einräumen: „Mein Mandant hat kleinere Mengen Drogen an Bekannte abgegeben.“

Ein Urteil soll voraussichtlich bereits in der kommenden Woche gesprochen werden.

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