Gericht

Duisburg: Bordell versteigert – Niederländer bot am meisten

2008 war das „Laufhaus“ an der Julius-Weber-Straße in Duisburg eröffnet worden. In der Zwangsversteigerung wechselte es nun den Besitzer.

2008 war das „Laufhaus“ an der Julius-Weber-Straße in Duisburg eröffnet worden. In der Zwangsversteigerung wechselte es nun den Besitzer.

Foto: Foto: Friedhelm Geinowski

Duisburg.  Die Zwangsversteigerung der Bordelle an der Julius-Weber-Straße ist beendet: Ein im Milieu bekannter Mann bot 704.000 Euro mehr als gefordert.

Ein Teil des Rotlicht-Komplexes zwischen Vulkan- und Charlottenstraße hat nun einen neuen Besitzer. Das Amtsgericht Duisburg beendete am Freitag die Zwangsversteigerung der Häuser Julius-Weber-Straße 36 bis 42. Für 4,004 Millionen Euro gingen die Häuser mit dem Geschäftszweck der „gewerblichen Zimmervermietung“ über den Tisch.

Vergeblich hatte der bisherige Besitzer, ein 62-jähriger Duisburger, der einst als Rotlicht-Größe galt, noch bis zuletzt versucht, die Zwangsversteigerung zu verhindern. Doch seine Anträge auf Aussetzung wies das Gericht zurück.

Das vom Amtsgericht festgelegte Mindestgebot für die Häuser an der Julius-Weber-Straße hatte bei 3,3 Millionen Euro. Der Zuschlag ging an das höchste Gebot, das 704.000 Euro darüber lag. Abgegeben hatte es bei dem öffentlichen Versteigerungstermin eine Woche zuvor ein Niederländer, der in Oberhausen lebt. Auch er soll im Rotlicht-Milieu kein Unbekannter sein.

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