Ernährung

Duisburg: Expertin rät davon ab, vor dem PC zu essen

Ernährungsberaterin Birthe Krenski gibt Tipps für eine gesunde Mittagspause

Ernährungsberaterin Birthe Krenski gibt Tipps für eine gesunde Mittagspause

Foto: Alexandra Roth / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die Duisburgerin Birthe Kenski coacht als Ernährungsexpertin große Unternehmen. Was sie über Döner, Pizza oder Pommes als Pausen-Snack sagt.

Birthe Krenski ernährt sich gesund, meistens jedenfalls, schließlich ist sie Ernährungsberaterin und erklärt in ihrer Praxis, wie man abnehmen kann oder mit dem richtigen Essen Krankheiten vorbeugt. In Zeiten, in denen an jeder Ecke Verführungen lauern und mehr Menschen übergewichtig sind, ist ihr Rat gefragt. Ein Gespräch über Salat, Döner und Co..

Morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König, abends wie ein Bettler – stimmt das noch?

Da ist schon was dran. Morgens gut zu frühstücken, damit der Kreislauf in Schwung kommt und mittags eine Pause einzulegen ist sehr sinnvoll. Nicht nur, um etwas zu essen, sondern um tatsächlich eine Unterbrechung von der Arbeit zu haben.

Sind Sie ein Mittagessen-Typ?

Oh ja. Wann immer es geht, versuche ich mittags zu kochen und eine warme Mahlzeit zu essen. Wenn das mal nicht funktioniert, dann bekomme ich Hunger und bin unzufrieden. Abends hole ich das dann nach.

Was sagen Sie Klienten, die neben dem PC essen?

Nebenher essen führt meistens dazu, dass man unachtsam isst. Fragt man Menschen was sie gegessen haben, wissen sie es oft noch nicht einmal. Sie essen nebenher, kauen nicht gut, merken nicht wann das Sättigungsgefühl eintritt und essen deswegen auch oft größere Portionen. Ich rate deshalb strikt davon ab, vor dem PC zu essen.

Nicht alle haben die Gelegenheit, in eine Kantine zu gehen – Essen to go ist beliebt. Ich habe hier einen fertigen Salat, mit Grünzeug, Tomaten, Ei und Frikadellen.

Das sieht nicht so schlecht aus. Gut ist das Ei als Eiweißquelle. Der grüne Salat füllt den Magen und versorgt mit Vitaminen. Besser wäre es allerdings noch gewesen, wenn ein paar Ballaststoffe enthalten wären, wie sie zum Beispiel in geraspelten Möhren vorkommen.

Warum sind Ballaststoffe so wichtig?

Ballaststoffe übernehmen viele Aufgaben im Körper. Deshalb stehen sie in meiner Lebensmittelpyramide an erster Stelle. Sie sorgen für eine gute Verdauung und Sättigung. Die gesundheitsfördernden Bakterien im Darm stellen zudem daraus Stoffe her, die wichtig für die Abwehr von Krankheitserregern sind und die Stimmung positiv beeinflussen, das Diabetesrisiko senken und beim Abnehmen helfen.

Mittagspausen-Klassiker sind ja auch Pommes- oder Dönerbude. Welches Fast Food ist am gesündesten?

Pizza wird vom Stoffwechsel am schwierigsten vertragen und auch Pommes-Currywurst liegt schwer im Magen. Ein durchschnittlicher Mann, je nach körperlicher Konstitution, kann pro Tag zwischen 1800 und 2500 Kalorien essen. Wenn man bedenkt, dass Pommes-Currywurst zwischen 700 und 800 Kalorien hat, bleibt da nicht mehr viel übrig. Ein Döner ist hingegen gar nicht so schlecht. Das Fleisch ist eine sättigende Eiweißquelle, es ist eine gute Portion Salat dabei und wenn man nur ein Stückchen vom Brot isst, hat man nicht übermäßig viele Kohlenhydrate zu sich genommen.

Viele Personen, die auf ihr Gewicht achten, essen abends nichts mehr. Ist es dem Körper nicht egal, wann man isst?

Wenn man nur die Kalorien beachtet, dann mag das vielleicht stimmen – wenn man die Gesamtkalorienzahl nicht überschreitet. Allerdings geht es ja bei der Ernährung nicht nur um Kalorien, sondern auch um die Nährstoffe, die der Körper verwertet. In der Chinesischen Medizin ist zum Beispiel die Rede davon, dass das so genannte Verdauungsfeuer bis 14 Uhr am besten brennt.

Sie werden auch von Firmen gebucht und bieten Kochkurse im Büro an. Was lernt man da?

In den Firmenworkshops vermittel ich die Basics der gesunde Ernährung und wie man das unter Alltagsbedingungen umsetzen kann. Es geht vor allem darum, wie man seine Gesundheit und Leistungsfähigkeit mit gesundem Essen optimieren kann. Daran sind Arbeitgeber sehr interessiert, denn die krankheitsbedingten Ausfallzeiten in den Firmen steigen. Das Zubereiten und Verkosten der bürotauglichen Snacks zeigen, wie es gehen kann – Schmecken soll es ja auch.

Und was ist Ihr Lieblingsessen?

Ich esse fast alles gerne. Gemüse, Fleisch, Nudeln. Ich mag sehr gerne die indische Küche oder mediterrane Kost, aber genauso liebe ich Braten mit Rotkohl oder Salat.

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