Gerichtsurteil

Duisburg: Familienvater vergewaltigte Geliebte – Bewährung

Wegen Vergewaltigung stand ein 46-jähriger Rheinhauser vor dem Amtsgericht Duisburg.

Wegen Vergewaltigung stand ein 46-jähriger Rheinhauser vor dem Amtsgericht Duisburg.

Foto: Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.  Weil er sich nicht scheiden lassen wollte, hatte ein Duisburger oft Streit mit seiner Geliebten. Die Beziehung endete, als er sie vergewaltigte.

Acht Jahre lang führte ein 46-jähriger Familienvater aus Rheinhausen eine außereheliche Beziehung. Doch die endete alles andere als einvernehmlich: Am 30. Oktober 2018 vergewaltigte er seine Geliebte in deren Rheinhauser Wohnung. Und stellte ihr anschließend noch wochenlang nach. Das Amtsgericht am König-Heinrich-Platz gab dem Angeklagten eine Bewährungschance. Aber nur deshalb, weil er zuletzt doch noch ein Geständnis ablegte.

Zunächst hatte der Angeklagte die Vorwürfe wortreich bestritten. Er schilderte eine glückliche neben-eheliche Beziehung, in der es zuletzt allerdings immer wieder Streit gegeben habe. „Sie wollte unbedingt, dass ich mich scheiden lasse.“

Auch am Tattag habe es deshalb Streit gegeben. Der Sex sei aber einvernehmlich erfolgt. Der Angeklagte gab zu, er habe immer wieder das Gespräch mit der 41-Jährigen gesucht, nachdem sie die Beziehung nicht fortsetzen wollte. Davon, dass er die Frau dabei sogar bedroht haben sollte, wollte er aber nichts wissen.

Erst nach der Vernehmung der Geschädigten legte der Angeklagte ein Geständnis ab

Die Geschädigte wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit vernommen. Unmittelbar danach offenbarte der Angeklagte einen Sinneswandel. Nachdem ihm für diesen Fall eine vergleichsweise milde Strafe zugesichert worden war, legte er ein rückhaltloses Geständnis ab.

Er räumte ein, die 41-Jährige, die gerade aus der Wanne gestiegen war, als er sie besuchte, geschlagen und mit Gewalt zum Geschlechtsverkehr gezwungen zu haben. Als sie ihm danach ausrichten ließ, dass nun endgültig Schluss sei, habe er das nicht akzeptieren wollen. „Ich wollte mit ihr sprechen, habe sie angefleht, mir eine zweite Chance zu geben.“ Deshalb habe er der Frau immer wieder aufgelauert.

Das Schöffengericht ahndete die Vergewaltigung und die Nachstellung mit einer Bewährungsstrafe. Die Vollstreckung einer 22-monatigen Haftstrafe wurde auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.

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