Nisthilfe

Duisburg: Schwäne im Innenhafen legen Ei ins künstliche Nest

Mit der Aufzucht ihrer Küken hatten die Schwäne im Duisburger Innenhafen in den vergangenen Jahren oft Probleme.

Mit der Aufzucht ihrer Küken hatten die Schwäne im Duisburger Innenhafen in den vergangenen Jahren oft Probleme.

Foto: Lars Heidrich / Lars Heidrich / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die Schwäne am Innenhafen legen ihre Eier zum ersten Mal ins künstliche Nest der WBD. Dort sollen ihre Eier sicher sein: dank Tipps aus Hamburg.

Da haben zwei ungewöhnliche Osterhasen den Duisburgern ein Ei ins Nest gelegt: Am Innenhafen hat ein Schwanenpaar begonnen zu brüten. Allerdings an einer anderen Stelle als sonst: Statt sich direkt am Ufer niederzulassen, haben die Schwäne ein eigens für sie gebautes Nest bezogen.

„In den vergangenen drei Jahren waren die zu blöd, das Nest zu finden“, scherzt Silke Kersken. Die Sprecherin der Wirtschaftsbetriebe (WBD) freut sich über den tierischen Umzug: Die WBD haben das Nest, das eher eine künstliche Insel ist, vor ein paar Jahren extra angelegt. Und zwar mit Fachwissen von wahren Schwanenprofis.

Duisburger Wirtschaftsbetriebe holten sich Tipps beim Hamburger Schwanenwesen

Wer kennt sich in Deutschland wohl besser mit Schwänen aus als die Hamburger? Dort gibt es bereits seit dem 11. Jahrhundert eine Zentralstelle Schwanenwesen – einzigartig in Deutschland. Ihr einziger Mitarbeiter, der Schwanenvater, kümmert sich auch heute noch darum, dass es den Schwänen der Alster an nichts mangelt. „Da haben wir uns Tipps geholt, wie man sowas gestalten kann“, sagt Kersken.

Herausgekommen ist eine kleine Insel, eingerahmt von Steinblöcken. „Die müssen sie nur noch auspolstern.“ Die Schwäne haben schon mit dem Gelege begonnen: Ein Ei sei schon gelegt, teilt der Innenhafen Duisburg auf seiner Facebook-Seite mit.

Die Schwäne bekamen immer wieder Probleme – diesmal soll alles gut gehen

In den vergangenen Jahren war es immer wieder zu kleinen Dramen für die gefiederten Bewohner des Innenhafens gekommen: Die Schwäne bauten ihr Nest direkt an der belebten Promenade. Eier gingen kaputt oder wurden geklaut, ein anderes Mal musste das Nest samt Eiern weichen, weil das Wasser im Innenhafen gestiegen war – die WBD siedelten das komplette Gelege in einer Rettungsaktion um.

Mit diesen turbulenten Zeiten könnte es jetzt vorbei sein, zum Wohl der Schwäne. Die Insel, von den WBD schon in der ersten Schwanen-Saison vor ein paar Jahren errichtet, hat die stolzen Vögel endlich überzeugt. „Wenn die einmal was gefunden haben und da alleine sind, dann bleiben sie wohl dauerhaft da“, sagt Silke Kersken. Das Schwanenwesen in Duisburg – vielleicht hat es gerade begonnen.

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