Corona-Infektion

Duisburg: Sieben Corona-Fälle in der Kokerei der HKM

In der Belegschaft der Kokerei der Hüttenwerke Krupp-Mannesmann (im Bild unten) haben sich in Duisburg mehrere Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert.

In der Belegschaft der Kokerei der Hüttenwerke Krupp-Mannesmann (im Bild unten) haben sich in Duisburg mehrere Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Duisburg.  Ein Mitarbeiter der Kokerei der HKM in Duisburg hat offenbar Kollegen mit dem Coronavirus infiziert, weil er trotz Symptomen weiter arbeitete.

Bei den Hüttenwerken Krupp-Mannesmann (HKM) haben sich mehrere Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert – nach Informationen unserer Redaktion wurden bislang sieben positiv auf SARS-CoV getestet. Geschäftsführer Gerhard Erdmann bestätigte auf Nachfrage lediglich „vereinzelte positiv getestete Beschäftigte“. Betroffen ist die Belegschaft der Kokerei. Es sind die ersten Corona-Fälle auf der Hütte im Duisburger Süden.

Weitere Kollegen warten auf Testergebnisse

Auslöser der Ansteckungen ist offenbar ein Mitarbeiter, der mehrere Tage lang weiterhin zur Arbeit erschien, obwohl er bereits deutliche Symptome einer Covid-19-Erkrankung hatte. Weil er die Maßgabe der HKM ignorierte, bei Anzeichen einer Erkrankung auf keinen Fall im Werk zu erscheinen, hat er wohl Kollegen seiner Schicht angesteckt.

Ob sich die Zahl der Infizierten weiter erhöht, wird sich in den nächsten Tagen herausstellen. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt sind weitere Mitarbeiter in Quarantäne und warten nach dem Test auf ihre Ergebnisse, die spätestens Ende der Woche vorliegen sollen.

Weitere Kontaktpersonen im Umfeld des Erkrankten und der Infizierten wurden ebenfalls isoliert, um die Infektionskette zu unterbrechen, teilte der HKM-Geschäftsführer mit. Die Betriebsabläufe in der Kokerei seien durch die Corona-Fälle bisher nicht gefährdet, betonte Gerhard Erdmann.

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