MSV Duisburg

Duisburg: Stadt muss auch für das marode Stadiondach zahlen

Das MSV-Dach in der Duisburger Arena ist marode. An allen vier Tribünen sind aus Sicherheitsgründen bereits die Lichtstegplatten entfernt worden.

Das MSV-Dach in der Duisburger Arena ist marode. An allen vier Tribünen sind aus Sicherheitsgründen bereits die Lichtstegplatten entfernt worden.

Foto: firo Sportphoto / Volker Nagraszus

Duisburg.  Die Stadt Duisburg soll viel Geld beisteuern, um die Stadionprojektgesellschaft und den MSV zu retten – und auch noch für das marode Arena-Dach.

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Die Stadt Duisburg soll nicht nur viel Geld in die Hand nehmen, um die drohende Insolvenz der Stadionprojektgesellschaft und damit das Aus für den MSV zu verhindern. Auch für das marode Stadiondach sollen jetzt Mittel aus dem Haushalt locker gemacht werden.

Nach Informationen der Redaktion wird der Rat in seiner Sondersitzung am Montag, 16. Dezember, im nicht-öffentlichen Teil auch einen Betriebskostenzuschuss in Höhe von zwei Millionen Euro für 2020 beschließen – zusätzlich zu den rund 2,5 Millionen Euro, um die finanziell klamme Stadiongesellschaft und damit auch den MSV zu retten.

Schäden in der gesamten Dachkonstruktion beim MSV Duisburg

Der Hintergrund: Durch die gesamte Dachkonstruktion ziehen sich Korrosionsschäden. Zahlreiche Pylone sind verrostet. Die zwei Millionen Euro sollen demnach nun auch dazu dienen, in einem Gutachten alle Schäden zu dokumentieren – und damit auch den Sanierungsbedarf. Klar ist offenbar schon jetzt, dass die bisher geschätzten Kosten von zehn Millionen Euro äußerst optimistisch sind.

Vom Ergebnis des Gutachtens wird also auch abhängen, ob eine komplette Sanierung oder ein Neubau des Dachs wirtschaftlich sinnvoller ist. Das ist aber noch Zukunftsmusik. Schließlich müssten so oder so erst einmal Geldgeber gefunden werden. Aktuell geht es darum, auch für die kommende Saison die Sicherheit der Zuschauer zu gewährleisten.

Sämtliche Lichtstegplatten sind bereits an allen vier Tribünen entfernt worden

Sämtliche Lichtstegplatten sind aufgrund von verrosteter Schraubverbindungen und loser Schrauben bereits an allen vier Tribünen entfernt worden. Wellblech sollte als Übergangslösung die vorhandenen Lücken schließen und eine statische Berechnung dafür bereits Ende Oktober vorliegen. Doch es gibt weiter Verzögerungen, die Auftragsbücher der Statiker sind voll.

In der Winterpause, so heißt es, könne der Startschuss für das Vorhaben definitiv noch nicht fallen. Die Zuschauer in den vorderen Reihen werden bei Regen oder Schnee also weiterhin nass werden.

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