Ratsbeschluss

Duisburg: Stadt soll Machbarkeit der Osttangente überprüfen

Logport I, Duisburg-Rheinhausen und das Rheinvorland.

Logport I, Duisburg-Rheinhausen und das Rheinvorland.

Foto: hans Blossey / blossey.eu

Duisburg.  Die Stadt soll schnell prüfen, ob eine Fortführung der Osttangente im Linksrheinischen realistisch ist. Grüne: „Wahlkampfgeplänkel“.

Die Stadtverwaltung soll zeitnah prüfen, ob eine Fortführung der Osttangente in Rheinhausen als Direktanbindung von Logport 1 an die A40 realistisch und umsetzbar ist. Das hat die Ratsmehrheit am Montagabend gegen Stimmen der Grünen und Linken beschlossen.

Der gemeinsame Antrag der SPD- und CDU-Fraktionen legt fest, dass „die Zugänglichkeit des Rheinhausener Rheinvorlandes, dessen Naherholungsqualität sowie die Landschafts- und Naturschutzbereiche zu berücksichtigen bzw. zu bewahren sind“.

Claudia Leiße (Grüne) kritisierte den Vorstoß als „Wahlkampf-Geplänkel“. Er suggeriere eine schnelle Lösung für das Lkw-Problem in Hochfeld und Rheinhausen. Die Grünen fordern stattdessen, dass die beschlossene „Logistik-Diagonale“ – die Verbindung von Logport und A40 über Brücke der Solidarität, Umgehungsstraße Hochfeld und Marientorplatz – „jetzt angepackt wird“.

Osttangente: Erhöhte Chance durch Neuenkamper Rheinbrücke?

CDU-Fraktionschef Rainer Enzweiler sieht durch den Neubau der A40-Rheinbrücke die Chance für die Osttangente gekommen – was Leiße „abenteuerlich“ nannte.

Oberbürgermeister Link kündigte jedoch an, schnellstmöglich prüfen zu lassen, inwieweit der Brückenneubau zwischen Neuenkamp und Homberg die Chance auf Fördermittel von Land und Bund für eine Osttangente erhöht. Auch die Möglichkeiten für ein „beschleunigtes Planfeststellungsverfahren“ will er feststellen lassen. Eine Motivation: Die kommunale Brücke der Solidarität werde durch den Schwerlastverkehr besonders beansprucht. Die neue A40-Rheinbrücke soll bis 2026 fertig werden.

Leserkommentare (3) Kommentar schreiben