DHL-Ärger in Duisburg

Duisburger bekommt zwei Monate lang keine Pakete von der DHL

Die DHL hat einen Kunden in Duisburg-Großenbaum zwei Monate lang nicht beliefert.

Die DHL hat einen Kunden in Duisburg-Großenbaum zwei Monate lang nicht beliefert.

Foto: Olaf Ziegler

Duisburg-Großenbaum.  Die DHL hat dem Handwerksbetrieb von Gerd Kozlik in Duisburg-Großenbaum zwei Monate lang keine Pakete zugestellt. Was eine DHL-Sprecherin sagt.

Gerd Kozlik hat die Nase voll. Seit acht Wochen, so erzählt der Duisburger, werden von der DHL keine Pakete mehr an seinen Handwerksbetrieb an der Straße In der Drucht 126 in Großenbaum geliefert.

„Ich hatte zuletzt eine Dunstabzugshaube für einen Kunden bestellt, die der Fachhändler drei Mal rausgeschickt hat und die trotzdem nie bei mir angekommen ist. Das ist schon sehr ärgerlich.“ Auf ein Marderschutzgitter warte er ebenfalls bis heute vergeblich. „Und meinen Nachbarn geht es genau so“, sagt Kozlik. „Auch da kommen keine Pakete an.“

Duisburger spricht von einer Farce

Die Begründung ist immer die gleiche: „Angeblich ist meine Adresse nicht zu finden, aber das kann überhaupt nicht sein“, so Kozlik. Der Duisburger hat bereits mehrfach die DHL-Hotline angerufen. Geholfen habe dies bisher aber nichts. Er sei immer nur vertröstet worden. „Das ist eine Farce.“

Kozlik wohnt etwas außerhalb und hat deshalb die Vermutung, dass einigen DHL-Fahrern die Tour schlichtweg zu weit ist. Die Redaktion hat deshalb bei der DHL nachgefragt. Und nach kurzer interner Recherche kann sich Sprecherin Britta Töllner nur beim Kunden entschuldigen. „Es handelt sich hier um das Fehlverhalten eines einzelnen Paketboten, das entsprechende Konsequenzen haben wird.“

Sechs Pakete wurden zurückgeschickt

In der Tat seien insgesamt sechs Pakete in den vergangenen zwei Monaten mit der Begründung zurückgeschickt worden, dass die Adresse nicht zu finden sei. „Wir haben uns das aber vor Ort angeschaut“, so Töllner. Es gebe eindeutige Hinweisschilder und die Hausnummern seien gut lesbar.

Die Sprecherin stellt klar, dass ab sofort sicher gestellt werde, dass die Pakete bei Gerd Kozlik auch ankommen. Gleichzeitig betont sie, dass es sich bei solchen Fehlverhalten um absolute Einzelfälle handele.

Dies kann Stefan Kaufmann, Verdi-Sekretär für die Brief- und Paketlogistik, auf Anfrage bestätigen. „Grundsätzliche Probleme sind uns diesbezüglich nicht bekannt.“

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