Neujahrskonzert

Duisburger Blasorchester führt Publikum swingend in 2020

Die Musikvereinigung Duisburg-West hatte zu ihrem Neujahrskonzert in Homberg eingeladen.

Die Musikvereinigung Duisburg-West hatte zu ihrem Neujahrskonzert in Homberg eingeladen.

Foto: Markus Joosten / FUNKE Foto Services

Duisburg-Homberg.  Die Musikvereinigung Duisburg-West hat beim Neujahrskonzert in Homberg nicht nur ein vielfältiges Programm gespielt. Es gab auch Neuigkeiten.

Ein Neujahrskonzert ohne die Musikvereinigung Duisburg-West ist im Homberger Bezirksrathaus längst nicht mehr vorstellbar. Bereits zum siebten Mal begrüßte das etwa 30-köpfige Orchester unter der Leitung von Thomas Sefzig im ausverkauften Ratssaal das neue Jahr. Wieder mit einem ausgegorenen, swingenden Programm, das die unterschiedlichen Geschmäcker der etwa 120 Gäste bestens bediente.

Und auch Neuigkeiten aus der Vereinigung gab es zu verkünden: Künftig will das Rheinhauser Blasorchester seinen Nachwuchs selbst musikalisch ausbilden lassen. Die Nachfrage sei groß, bereits fünf neue Jungmusiker wollen die Querflöte, Trompete oder die Posaune erlernen. „Wir haben dazu einige Dozenten in Aussicht, die die jungen Musiker an ihren Instrumenten unterrichten werden“, sagte Thomas Sefzig.

Homberger Bezirksbürgermeister spendet

Zur Förderung dieses Projektes gab es dann direkt einen Scheck in Höhe von 200 Euro vom Homberger Bezirksbürgermeister Hans-Joachim Paschmann. „Mir ist es lieber, die jungen Menschen lernen bei euch Instrumente spielen, als dass sie nichts Vernünftiges mit ihrer Freizeit anzufangen wissen“, sagte der SPD-Politiker.

Dass die Musiker jedenfalls gut geübt hatten, zeigten sie direkt mit ihrer Einstiegsnummer, einer „Blues Brothers Revue“. Und das Publikum schaukelte schon mit bei Titeln wie „Everybody needs Somebody“. Einen krassen Gegensatz setzten sie mit Whitney Houstons Ballade „One Moment in Time“, die sieben Tenorsaxophonisten übernahmen abwechselnd die Melodieführung hierbei. Richtig anspruchsvoll wurde es bei einem Medley über den Ex-Genesis Schlagzeuger und Sänger, Phil Collins. „Ein Stück, das ich liebe – meine Musiker allerdings so gar nicht“, scherzte Dirigent Thomas Sefzig.

Teilnahme an Musikwettbewerb

Schwierigste taktile Verschiebungen vom 7/8- bis in den 12/4-Takt spielten die Blasmusiker in diesem Medley, von „Another Day in Paradise“ bis „Against all Odds“ waren bekannte Welt-Hits des britischen Musikers enthalten. Das Orchester hat dieses Jahr einiges vor: „Wir bereiten uns wieder auf einen Musikwettbewerb in diesem Jahr vor“, sagt Thomas Sefzig, der schon alle Preise bis hin zur Deutschen Meisterschaft mit dem Ensemble abgeräumt hat. „Meine Musiker haben wieder einmal Lust darauf.“

Nach Medleys von Udo Jürgens und Peter Maffay mündete das Konzert in ein „NDW-Special“. Hits aus den 80er-Jahren spielten die Blasmusiker in einer eher ungewohnten Fassung, aber so hatten einige Gäste Spaß am Erraten der jeweiligen Titel. Ein Ü50-Zuschauer sagte: „Das ist genau meine Richtung, mit den Liedern bin ich groß geworden. Von Hubert Kahs „Sternenhimmel“ über „Skandal im Sperrbezirk“ der Spider Murphy Gang ging es hin bis zu „Tausend mal berührt“ von Klaus Lage. Das war gleichzeitig schon die Ausrichtung für das Jahreskonzert der Musikvereinigung am 11. Oktober in der Rheinhausen-Halle. Dort heißt es „Made in Germany“, viele Titel deutscher Künstler werden dann im Bläsersatz interpretiert.

Vorverkauf der Tickets: 10 Euro plus Gebühren unter 02065/709040 bei Thomas Sefzig.

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