Sauberkeit

Duisburger Initiative bekommt einen Korb von Ladenbesitzern

Die Arkaden sind beliebter Einkaufsort der Hochfelder. Mittlerweile sei es deutlich sauberer dort, sagen die Mitglieder des Institut Z.

Die Arkaden sind beliebter Einkaufsort der Hochfelder. Mittlerweile sei es deutlich sauberer dort, sagen die Mitglieder des Institut Z.

Foto: Zoltan Leskovar / FUNKE Foto Services / FUNKE Foto Services

Duisburg-Hochfeld.  Wettbewerb: Das Institut Z wollte Hochfelder Ladenbesitzern Geld zahlen für bessere Sauberkeit. Die gaben den Projektmachern einen Korb.

Ja, es ist sauberer geworden. Ein bisschen jedenfalls. Da sind sich die Mitglieder des Institut Z und Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe ganz sicher. Das Projekt „Hallo Nachbar“, es trage erste Früchte. Seit Sommer vergangenen Jahres lief der Wettbewerb „Saubere Arkaden in Duisburg-Hochfeld“. Ladenbesitzer sollten vor ihrem Geschäft alles so sauber wie möglich halten. Wer diese Aufgabe am besten erfüllte, sollte einen großen Preis gewinnen. Doch alle verbesserten die Sauberkeit, wie die Organisatoren sagen. Und so sollten 27 Ladenbesitzer gewinnen: 100 Euro in bar. Zur Preisverleihung kam trotz persönlicher Einladungen allerdings keiner von ihnen.

Etwas ratlos sind sie schon, die Organisatoren des Projekts, als sie in der Kneipe Alt-Hochfeld um die Theke versammelt stehen und warten. Immer wieder schauen sie auf die Uhr. Es ist alles angerichtet: Es gibt ein Buffet mit internationaler Kost, außerdem stehen die 27 Preise bereit. Doch die Minuten vergehen. Und keiner kommt. Der Plan geht nicht auf, über den Wettbewerb mit den Ladenbesitzern ins Gespräch zu kommen, sich besser kennenzulernen, um so vielleicht gemeinsam daran weitere Pläne zu schmieden, Hochfeld sauberer zu machen.

Projekt-Initiatoren wollten die Ladenbetreiber in den Arkaden besser kennenlernen

„Wir haben uns große Mühe gegeben“, sagt Michael Willhardt vom Institut Z, das als als operativer Arm des Fördervereins Zukunftsstadtteil fungiert. „Wir haben mit den Ladenbesitzern Kontakt aufgenommen. Trotz einiger Hürden bei der Kommunikation zeigten sie sich beeindruckt von der Idee. Es sollte ja auch in ihrem Interesse liegen, dass es vor ihren Läden sauber ist“, sagt er. „Und das Ergebnis zeigt ja auch, dass sie sich Mühe gegeben haben. Es sieht schon besser aus“, findet er.

Dass man einen Preis für Sauberkeit vor der eigenen Ladentüre ins Leben rief, sollte vor allem dem Zweck dienen, die zum Teil neuen Nachbarn, die die Läden betreiben oder dort einkaufen, besser kennen zu lernen. „Wir haben uns gefragt, was man tun muss, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Wir müssen doch gemeinsam daran arbeiten, dass Hochfeld ein lebenswerter Stadtteil ist“, sagt Norbert Lorenz von den Wirtschaftsbetrieben.

Ratlosigkeit unter den Organisatoren darüber, wie es jetzt weitergehen soll

Schriftliche Einladungen, in denen bereits stand, dass alle 100 Euro gewonnen haben und diese in der Kneipe in Empfang nehmen können, hatte man verschickt. „Außerdem waren Mitarbeiter der EGDU in den Läden, um darauf zusätzlich hinzuweisen. Das jetzt keiner kommt ist schon sehr interessant“, sagt Willhardt. Ganz offensichtlich, so wird den Projekt-Initiatoren klar, seien die „neuen Nachbarn“, wie sie sagen, nicht an einer Kommunikation interessiert. „Sehr schade. Wie es jetzt weiter geht, ist noch nicht klar. Wir fragen uns natürlich schon: Wenn wir sie so nicht erreichen, wie denn dann?“, fragt Willhardt.

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