Modelbranche

GNTM-Staffelstart: Duisburgerin verkauft Modelmappen

Jenni Kurz mit einem der „Modelbooks“, die sie mit ihrem Duisburger Start-up vertreibt.

Foto: Tanja Pickartz

Jenni Kurz mit einem der „Modelbooks“, die sie mit ihrem Duisburger Start-up vertreibt. Foto: Tanja Pickartz

Duisburg.   Die 34-jährige Jenni Kurz hat 2016 Modelmappen im DIN-A5-Format auf den Markt gebracht. Heidi Klums Agentur hat kein Interesse gezeigt.

Wenn Millionen von Zuschauern am Donnerstagabend vor dem Fernseher hängen und den Auftakt der neuen Staffel von „Germany’s next Topmodel“ mitverfolgen, freut das nicht nur Prosieben. Auch Jenni Kurz verdient daran. Die 34-jährige Duisburgerin verkauft seit 2016 mit ihren Unternehmen „Jenni Corson“ „Modelbooks“, also die Mappen, in die Models ihre Fotos stecken, um sich damit bei Castings zu bewerben. „Während die Sendung läuft, suchen die Mädels nach sowas im Internet. Die Nachfrage ist dann deutlich höher“, erläutert Kurz, die hobbymäßig modelt.

2016 kam ihr die Idee zu dem Start-up Jenni Corson. „Ich war da bei Castings und viele Mädels haben sich dort mit Tablets und Handys präsentiert, statt mit der gefühlt zwei Kilogramm schweren Modelmappe. Da habe ich mich gefragt, wieso ich die weiterhin benutzen soll“, erinnert sich die 34-Jährige. Das Gewicht habe sie genervt, schließlich müsse ein Model noch etliche andere Sachen zu einem Casting mitbringen. Also überlegte sich die Mediendesignerin, was sie an den Mappen ändern will.

Ende 2016 kam ihr Modelbook auf den Markt. Im Gegensatz zu den üblichen Modelmappen im DIN-A4-Format bietet Kurz ihre Produkte ausschließlich im DIN-A5-Format an. „Das Format ist handlicher und leichter. Die herkömmlichen Mappen sind außerdem anfällig für Kratzer und sehen daher schnell abgenutzt aus. Außerdem sieht man die ganzen Fingerabdrücke auf den Schutzfolien. Das ist beim Modelbook nicht so“, sagt sie stolz.

Keine direkten Wettbewerber

Durch das Format passe das Buch in eine normale Handtasche. In Amerika sei dieses Format schon längst verbreitet, anders in Deutschland. „Die Deutschen sind sehr festgefahren und waren erst skeptisch. Das musste erstmal eine Zeit lang anlaufen. Das Konzept geht jetzt aber auf, die Verkaufszahlen steigen“, betont Kurz. Das Produkt der 34-Jährigen sei „einzigartig“, direkte Wettbewerber habe sie daher nicht. Bei Germany’s next Topmodel werde das Produkt aber nicht zu sehen sein. „Ich habe das Buch auch Heidi Klums Agentur vorgelegt, die haben das Produkt aber nicht wahrgenommen.“

Mittlerweile bietet die Duisburgerin auch eine zweite Variante ohne die Aufschrift „Modelbook“ an. Damit bediene sie nicht mehr nur eine Nische, sondern verkaufe beispielsweise an Fotografen, Restaurants oder Kirchen, auch aus dem Ausland. Preislich liegen die beiden Varianten jeweils zwischen 30 und 40 Euro. „Das soll sich jedes Model problemlos leisten können“, so Kurz.

Bisher verkauft die 34-Jährige ihre Produkte noch ausschließlich über das Internet. Mitarbeiter hat sie nicht. „Um mir meine Selbstständigkeit leisten zu können, gehe ich halbtags arbeiten“, erläutert sie. Aktuell arbeite sie aber schon an einer dritten Mappen-Variante, die im Frühjahr erscheinen soll.

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