Hilfsprojekt von MSV-Fans

Duisburger Traum vom Kinderdorf in Tansania rückt näher

Beginn der Bauarbeiten am Sportplatz für die Grundschule Lutindi, die im Hintergrund zu sehen ist.

Beginn der Bauarbeiten am Sportplatz für die Grundschule Lutindi, die im Hintergrund zu sehen ist.

Foto: ZAC

Die Duisburger Zebra Active Community freut sich über eine Spende eines Lions-Clubs für ihr Kinderdorf in Tansania. Was die ZAC zudem plant.

Stück für Stück kommt die Zebra Active Community (ZAC) ihrem Traum näher. 2022 will der aus MSV-Fans bestehende gemeinnützige Verein ein Kinderdorf mit Platz für 60 Hilfsbedürftige inklusive eines Ausbildungscenters in Lutindi (Tansania) eröffnen. 300.000 Euro werden für den Bau auf einem 90.000 Quadratmeter großen Grundstück auf einer Bergkuppe und für den späteren Betrieb benötigt. Nach einer aktuellen Spende des Lions-Clubs Concordia von 7000 Euro sind mittlerweile 80.000 Euro zusammen gekommen, sagt der ZAC-Vorstandsvorsitzende Holger Glücks.

„Wir wollen uns aber nicht nur auf dieses Projekt beschränken, sondern der aus fünf kleinen Dörfern bestehenden Gemeinde auch helfen, sich infrastrukturell zu entwickeln“, so der 67-jährige gebürtige Meidericherin, der in Issum lebt. So konnten zwischenzeitlich einige weitere Projekte angestoßen und auch umgesetzt werden. Die ZAC ließ für die Grundschule in Lutindi und einen eigens gegründeten Fußballverein einen Sportplatz bauen. „Das ist für die kleine Gemeinde ein historisches Ereignis“, so Glücks.

An der Schule lässt der Verein außerdem spezielle Zuchtsorten von Apfelbäumen pflanzen, die im Juli gesetzt werden. Das Obst ist für die Grundschulkinder gedacht, die die insgesamt 26 Bäume hegen und pflegen sollen. Darüber hinaus stellen Glücks und Co. mithilfe eines patentierten Wasseraufbereitungssystems sicher, dass die Kinder künftig über sauberes Trinkwasser verfügen können. Bisher wurde das Wasser aus dem Bach getrunken. Häufige und schwere Erkrankungen waren die Folge.

Ein Hostel für Schülerinnen

Im Ort soll außerdem eine neue Secondary School, vergleichbar mit der Realschule entstehen – auch für junge Mädchen aus weiter entfernten Regionen. „Da geht es teilweise bis zu 15 Kilometer barfuß durch die Pampa“, so Glücks. Die ZAC hat deshalb zugesagt, sich an der Errichtung eines Schülerinnen-Hostels zu beteiligen. Die Mädchen sollen zumindest innerhalb der Schulwoche geschützt, behütet und versorgt in einem eigens dafür gebauten Haus wohnen können und auch verpflegt werden.

Der Verein plant darüber hinaus, mit einer Bienenzucht zu beginnen und zwei Einheimische der Ortschaft im nahe gelegenen Lushoto zu Imkern ausbilden zu lassen. Der Honig soll dem örtlichen Kindergarten und der Refinanzierung des Kinderdorfprojekts zu Gute kommen. Zudem schafft der Verein damit Arbeitsplätze. Bereits jetzt hat der Verein auf dem Grundstück, auf dem das Kinderdorf entstehen soll, Parzellen, Saatgut und Gerätschaften für alleinerziehende Frauen kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Frauen sollen in ihren schwierigen Lebensverhältnissen eine Grundlage haben, die eigene Familie ernähren zu können. Was nicht selbst gebraucht wird, soll auf dem Markt verkauft werden.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben