Fußball-WM

Duisburger Wasserwerke fit für die WM-Halbzeitpause

Die Wasserversorgung durch die Stadtwerke ist vorbereitet auf die erhöhte Nachfrage zu gewissen Fußball-Spielzeiten.

Die Wasserversorgung durch die Stadtwerke ist vorbereitet auf die erhöhte Nachfrage zu gewissen Fußball-Spielzeiten.

Duisburg.  Zu Beginn der Halbzeitpause im ersten Deutschlandspiel der Fußball-WM ist die Wasserversorgung gefordert.

Das große Rauschen wird für Sonntag, 17.45 Uhr plus Nachspielzeit erwartet: Zu Beginn der Halbzeitpause bei wichtigen Spielen der deutschen Fußballnationalmannschaft steigt die Wassernachfrage der Duisburger Haushalte um 70 Prozent an, und kurz darauf kommt ein Schwall durch das 1485 Kilometer lange Duisburger Kanalnetz bei den drei Klärwerken der Wirtschaftsbetriebe an. Vier Wochen dauert die Fußball-Weltmeisterschaft, und Wasserwerke, Kanalbetreiber und Getränkeproduzenten sehen sich gut vorbereitet für den sportlichen Höhepunkt des Jahres.

Wasserflut durch die Klospülung

Der kurzzeitige Spitzenabsatz von Wasser, vor allem wohl für die Toilettenspülungen nach dem einen oder anderen Pils zum Spiel, entspricht laut Stadtwerke-Sprecher Felix zur Nieden einem Verbrauch von sechs Millionen Liter pro Stunde. An Durchschnittssonntagen sind es Stundenwerte um 4,4 Mio Liter. Wenige Minuten nach dem Halbzeitpfiff bleibt der Wasserbedarf noch um 30 Prozent über dem Schnitt, nach Spielende gibt’s nochmal einen Anstieg auf ein Plus von 50 Prozent. „Es wird aber an einem Spieltag nicht mehr Wasser verbraucht als sonst“, berichtet zur Nieden aus dem Erfahrungsschatz der Wasserversorger. Denn während des Spiels ist der Fußball-Fan kaum vom Bildschirm weg zu bekommen.

Und für den Wasservorrat ist auch gesorgt. 37,5 Millionen Liter füllen den Hochbehälter auf dem Försterberg in Neudorf, der momentan saniert wird. Danach wird er wieder 62 Mio Liter fassen. Bei Halbzeitpause und zum Schlusspfiff fahren die Pumpen automatisch höher, um Wasser nachzufüllen aus den beiden Stadtwerke-Wasserwerken im Düsseldorfer Norden und aus dem Halterner Stausee für die Versorgung der Stadtteile nördlich der Ruhr. Auch wenn der Sommer heiß werden sollte und das Turnier in Russland in seine hitzigere Phase kommen sollte, versichert zur Nieden: „Wir können genug Wasser fördern.“

Getränkehersteller sind vorbereitet

Gelassenheit auch bei den Wirtschaftsbetrieben. „Das ist nicht unsere erste WM“, sagte WBD-Sprecherin Sarah Lampe. Kurz vorm Anpfiff und bei Halbzeitbeginn ströme das Abwasser in großen Mengen, aber ohne Probleme in Richtung Kläranlagen: „Bei trockenem Wetter kann man das gut erkennen.“

„Wir sind gut gewappnet“, ist Patrick Damberg, Sprecher der König-Brauerei, zuversichtlich. Die Stimmung der Verbraucher hänge bei einer Fußballweltmeisterschaft vom Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft und ganz entscheidend dem Wetter hier vor Ort ab, ist die Erfahrung in Beeck. Und sollte der Durst ähnlich groß sein wie der erhoffte deutsche Erfolg? „Wir können die Kapazität hochfahren.“

„Wir produzieren nicht unbedingt vor, stehen aber – auch ganz unabhängig von der WM – zu jedem Zeitpunkt Gewehr bei Fuß, um gegebenenfalls eine wachsende Nachfrage zu befriedigen“, heißt es beim Getränkeunternehmen Hövelmann in Walsum.

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