Ein Dellgarten für die Nachbarn

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Dellviertel. Das Büro „Greenbox“ wollte aus dem Kantpark ein Passepartout machen, das Team „B+B“ mehr Lichtungen und breite Wege durch die Grünfläche führen. Der Sieger, das Büro Vogt, begreift den Kantpark als Stadtgarten. Bevor im Jahr 2017 die ersten Arbeiten beginnen, wird es aber noch einige Diskussionen geben – ohne Baumfällungen wird sich der Plan, mehr Licht in den Park zu bringen, wohl nicht realisieren lassen. Auch der Wegfall von Parkplätzen entlang der Düsseldorfer Straße wird nicht bei allen auf Gegenliebe stoßen. Eine Übersicht.

Die Eingänge

Eine Schwachstelle des Parks sind die unübersichtlichen Ränder, hatten die Fachleute identifiziert. Also soll eine offen gestaltete Promenade parallel zur Friedrich-Wilhelm-Straße dem Park einen einladenden Charakter verleihen. An der Düsseldorfer Straße sollen Mauer und Parkplatz entfernt werden und stattdessen im Eingangsbereich der so genannte „Dellgarten“ entstehen. Hier könnten Bürger Ruhe finden und unter Bäumen verweilen. Sämtliche Sträucher und Gestrüpp sollen langfristig entfernt werden. An der Tonhallenstraße ist ein weiterer Eingang, neben Kants Garten. Auch an der Realschulstraße gibt es einen Zugang, der aber bisher ziemlich versteckt liegt. Die Planer wollen den Hauptweg bis zur Realschulstraße, entlang der heutigen Hundewiese, verlängern, damit sich ein freundlicherer Durchgang ergibt. Neue Laternen entlang der Promenade und des Hauptwegs sollen installiert werden.

Die Gastronomie

Als eine Möglichkeit, mehr Menschen in den Kantpark zu ziehen, gilt die Gastronomie. Dazu könnte der Biergarten vom Café Museum auf die andere Seite, neben die heutige Veranda, verlagert werden. Der Bereich hinter der Cubus Kunsthalle soll ebenfalls neu gestaltet werden. Auch der Innenhof des Lehmbruck-Museums könnte von einem Gastronomen als Café genutzt werden, und dem Museum so auch einen anderen Übergang in den Park ermöglichen.

Die Spielplätze

Da den Planern nur ein Budget von 1,2 Millionen Euro zur Verfügung, bleiben die Spielbereiche und der Bolzplatz beim Umbau unangetastet. Das Büro schlägt vor, den Bolzplatz, dessen Bodenbelag ziemlich marode ist, in eine flexible Sportfläche umzubauen. So könnte dort auch Volleyball- und Basketball gespielt werden. Zuschauer hätten dank dreier Treppenreihen an der Seite Gelegenheit, zuzuschauen. Der Spielplatz sollte mehr mit Kants Garten verzahnt werden, und zwischen dem Spielbereich für die kleineren Kinder und dem für die größeren Kinder solle ein kleiner Platz entstehen. Diese Pläne würden das Budget aber bei weitem übersteigen. Tanja Koch, Projektleiterin bei der Stadt, verspricht jedoch: „Wir wollen uns bemühen, andere Mittel zu finden, so dass bei Neueröffnung alle Funktionen angeboten werden können.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben