Autobahnbaustelle

Endspurt bei der Asphaltsanierung auf der A 42 in Duisburg

3,5 bis 4,5 Zentimeter dick ist die Deckschicht, die auf der A-42-Fahrbahn in Richtung Kamp-Lintfort aufgetragen wird. Die Tandemwalze (im Bild) glättet und verdichtet den Belag.

Foto: Christoph Wojtyczka

3,5 bis 4,5 Zentimeter dick ist die Deckschicht, die auf der A-42-Fahrbahn in Richtung Kamp-Lintfort aufgetragen wird. Die Tandemwalze (im Bild) glättet und verdichtet den Belag. Foto: Christoph Wojtyczka

Duisburg.  Ende Oktober soll der Verkehr auf der gesperrten A-42-Trasse in Fahrtrichtung Kamp-Lintfort wieder laufen. Neue Lärmschutzwände sind fertig.

Es fühlt sich so an, als würde man gegen eine unsichtbare Wand aus Wärme laufen: Auf dem gesperrten Teilstück der A 42 in Richtung Kamp-Lintfort wird seit Ende vergangener Woche im Rahmen der Asphaltsanierung eine neue Deckschicht aufgetragen. Gut 160 Grad heiß ist dieser Mix aus Bitumen, Gesteinssplittern und Zusätzen, wenn er auf der Fahrbahn landet. Diese Hitze strahlt jedem Baustellenbesucher geradewegs ins Gesicht.

Im Frühjahr 2018 soll alles fertig sein

Die Arbeiten auf dem sechs Kilometer langen Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Duisburg-Nord und der Rheinbrücke zwischen Beeckerwerth und Baerl gehen in die abschließende Phase. Ende Oktober soll der Verkehr, der derzeit komplett auf der Trasse Richtung Dortmund läuft, wieder umgelegt werden – und zwar so, dass jeweils zwei Spuren pro Fahrtrichtung auf der jeweils „richtigen Seite“ zur Verfügung stehen. Der Abschluss der gesamten Baumaßnahme ist weiterhin für Frühjahr 2018 geplant.

Wenn sich eine der sechs mächtigen Tandemwalzen nähert, wackelt die Erde. Das tonnenschwere Gefährt hat eine wichtige Funktion: Dank seiner Hilfe soll die frisch verlegte Deckschicht geglättet und verdichtet werden. Auf den Walzen befindet sich ein sichtbarer Feuchtigkeitsfilm. „Das ist Wasser“, so Rainer Martensen von der Bauaufsicht des Landesbetriebs Straßen NRW. „Hält man die Walze nicht nass, würden Deckschicht-Stücke beim Verdichten daran kleben bleiben.“

Versuchsstrecke für recyclebare Stoffe

Vorne weg fahren zwei Asphaltfertiger, die das Gemisch (sechs Prozent Bitumen, 93 Prozent Gesteinssplitter, ein Prozent Zusätze) auf die Straße bringen. Den Nachschub liefern 20 Lkw an, die mit hitzeresistenten Thermomulden ausgestattet sind. „27 Tonnen Deckschicht liefert jeder Sattelzug pro Fuhre. Insgesamt benötigen wir hier 5500 Tonnen. Wir erhalten das Material aus zwei Mischwerken in Duisburg und Moers“, berichtet Bauleiter Alexander Fischer (29) von der Firma Gehrken Straßen- und Tiefbau. Bis zu zehn Stunden pro Tag pendeln die Sattelzüge hin und her. Auch das muss koordiniert werden.

Dieses A-42-Teilstück ist laut Martensen auch eine Versuchsstrecke: Der Anteil an recyclebaren Stoffen in der Deckschicht wurde erhöht. „Hier sind es geschredderte Autoreifen“, sagt Martensen. Nun soll sich zeigen, welche Auswirkungen das auf die Lebensdauer des Belags hat. Aufgetragen wir auch so genannter Abstreusplitt. Dieser soll für eine bessere Griffigkeit sorgen, wenn der Verkehr wieder rollt.

Im Bereich Bruckhausen wurden zudem neue Lärmschutzwände montiert. Sie sind bis zu sechs Meter hoch und bestehen aus Stahlpfosten, zwischen denen mit Mineralwolle gefüllte Alukassetten aufgestapelt wurden. Das soll für eine deutliche Lärmminderung sorgen.

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