Homosexuelle Kultur

Festival „Queer.Life.Duisburg“ blickt auch in die Geschichte

Tom Mercier spielt den Israelil Yoav, der nach Paris geht. Im Film „Synonyme“ wird die Geschichte einer Ménage-à-trois erzählt.

Tom Mercier spielt den Israelil Yoav, der nach Paris geht. Im Film „Synonyme“ wird die Geschichte einer Ménage-à-trois erzählt.

Foto: Grandfilm

Duisburg.  Der Verein Homosexuelle Kultur Duisburg erinnert mit seinem Motto an den „Aufstand der Perversen“ vor 50 Jahren in New York. Von DDR bis Dart.

Mit dem Motto „50 Jahre Aufstand der Perversen“ erinnert das Festival Queer.Life.Duisburg an den Aufstand nach einer Razzia im Lokal Stonewall Inn in New York im Jahr 1969. Das Lokal, das von Menschen verschiedener sexueller Orientierung, Hautfarbe und und finanziell schwächer Gestellten besucht wurde, galt als „Treffpunkt der Perversen“. Der Verein Homosexuelle Kultur Duisburg lädt vom 30. Oktober bis 30. November zu Ausstellungen, Diskussionen, Filmen, Partys und mehr in Duisburg, Moers, Mülheim und Krefeld ein.

Verschiedene Veranstaltungen blicken in die Geschichte. So liest anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls Karin Dauenheimer am 12. November in der VHS Duisburg aus ihrem Manuskript „Lesbische Existenz – ein kreatives Modell“; darin erzählt sie von ihren Erlebnissen während der 1980er Jahre in der DDR.

Ausstellung erinnert an „50 Jahre Stonewall“

Wer mehr über „50 Jahre Stonewall“ erfahren möchte, den Aufstand, der nicht nur die „queere“ Welt verändert hat, ist am 14. November zur Ausstellungseröffnung im Ludwigturm am Innenhafen eingeladen. Und am 27. November ist der Hamburger Journalist und Kulturkritiker Detlef Grumbach in der Zentralbibliothek zu Gast, um aus seinem Buch „Große Oper“ über den Opernregisseur und Aktivisten Andreas Meyer-Hanno zu lesen.

„...Ein Märchen...“ ist der Titel des aktuellen Programms von Homophon, dem erster schwulen Männerchor Münster, der am 16. November im Grammatikoff das Publikum mit seiner bissigen Mischung aus Erzählungen und Liedern in einen Märchenwald der besonderen Art führt.

Filmprogramm beginnt mit dem Gewinner des Goldenen Bären 2019

Das Filmforum zeigt fünf Spielfilme, zum Auftakt am 3. November um 20.30 Uhr „Synonymes“, den Gewinner des Goldenen Bären „Bester Film“ 2019. „Der Boden unter den Füßen“ ist eine Psychodrama über eine junge Unternehmensberaterin aus Wien (10. November). Die berührende Literaturverfilmung „Der Honiggarten – Das Geheimnis der Bienen“ wird am 17. November aufgeführt. In der Queerfilmnacht am 18. November zeigt „Giant Little Ones“ die Wirrungen des queeren Heranwachsens in furios choreografierten Bildern. Und am 24. November verspricht der Thriller „Last Ferry“ Spannung mit Gänsehauteffekt.

Aber auch Spaß und Unterhaltung stehen auf dem Festivalprogramm. So treffen sich Queers bis 27 Jahre am 7. November im Lokal Harmonie in Ruhrort zum „SALON X”. Am 10. November findet wieder ein Spielenachmittag mit Schach und anderen Gesellschaftsspielen in der AIDS-Hilfe Duisburg statt. Und alle Dart-Begeisterten pilgern am 16. November zum „Rainbow Darts Turnier“ ins Vereinsheim des VfL Wedau. Auch beim Tanz-Workshop am 17. November im katholischen Stadthaus geht es sportlich zu, wenn sie mit ihr, er mit ihm, sie mit ihm oder umgekehrt Rumba, Walzer und Line Dance probieren. Zum Abschluss des Festivals steigt am 30. November die Genderterror-Party im AZ Mülheim, Auerstraße 51.

Alle Termine und Informationen gibt es unter www.queer-life-duisburg.de.

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