Ermittlungen

Flucht bis nach Amsterdam: Duisburger wird ausgeliefert

Während im Forum Duisburg die Untersuchungen liefen, legte der 31-Jährige eine Flucht bis kurz vor Amsterdam hin.

Während im Forum Duisburg die Untersuchungen liefen, legte der 31-Jährige eine Flucht bis kurz vor Amsterdam hin.

Foto: Christoph Reichwein / dpa

Duisburg.  Nach dem Fund einer Bombenattrappe im Forum ist ein Duisburger in die Niederlande geflohen. Nun hat das Gericht dort eine Entscheidung gefällt.

Seit rund zwei Monate sitzt ein 31 Jahre alter Duisburger mittlerweile in den Niederlanden in Auslieferungshaft. Der Grund: Er hatte sich wenige Stunden nach dem Fund einer Bombenattrappe im Forum in der Duisburger Innenstadt eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert, die erst kurz vor Amsterdam ihr ende fand. Jetzt kommt wieder Bewegung in den Fall.

Der Duisburger wurde am 26. September von einem Gericht in Amsterdam angehört. Nun teilten die niederländischen Behörden mit, dass eine Entscheidung gefallen sei: Der 31-Jährige soll nach Angaben der Amsterdamer Staatsanwaltschaft innerhalb der kommenden zehn Tage nach Deutschland überführt werden.

Nach Flucht: 31-Jähriger wird in Deutschland dem Haftrichter vorgeführt

An der deutsch-niederländischen Grenze nimmt ihn dann die Bundespolizei in Empfang und bringt ihn aller Voraussicht nach nach Duisburg, wo er dann dem Haftrichter vorgeführt wird. Der Haftrichter entscheidet dann, ob der Mann in Untersuchungshaft muss.

Bislang ist noch völlig offen, warum der 31-Jährige am Abend des 5. August in einem VW Golf vor einer Polizeikontrolle floh, einen Streifenwagen rammte und mit einer Schusswaffe drohte. „Wir konnten ihn noch nicht befragen“, erklärte die Duisburger Staatsanwältin Marie Fahlbusch.

Der 31-Jährige galt in den ersten Tagen nach den Ereignissen als Hauptverdächtiger. Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft jedoch Anklage gegen einen 55-Jährigen aus Voerde erhoben.

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