Gericht

Flucht durch Duisburg führte mehrfach in Sackgassen

Dieser Teil der historischen Fassade des Land- und Amtsgerichts Duisburg an der Königstraße stammt aus dem Jahr 1876.

Dieser Teil der historischen Fassade des Land- und Amtsgerichts Duisburg an der Königstraße stammt aus dem Jahr 1876.

Foto: Foto: Stefan EICKERSHOFF

Duisburg.  Angetrunken und ohne Führerschein flüchtete ein Autofahrer (35) in Rheinhausen vor der Polizei. Er landete in zwei Sackgassen und vor Gericht.

Da kann man nun wirklich nicht mehr von Pech sprechen: Auf seiner Flucht vor der Polizei durch Rheinhausen fuhr ein 35-jähriger Oberhausener am 6. Januar gleich zweimal hintereinander in eine Sackgasse. Sein noch nicht abbezahlter Wagen war am Ende der wilden Verfolgungsjagd nur noch Schrott. Ebenso wie seine persönliche Lebensplanung. Das Amtsgericht am König-Heinrich-Platz verurteilte ihn am Mittwoch wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr zu zwei Jahren Gefängnis.

Grund dafür, die Anhaltezeichen der Zivilstreife zu übersehen, hatte der 35-Jährige aus seiner Sicht reichlich gehabt: Nach dem Besuch einer Rheinhauser Diskothek war er, erheblich alkoholisiert und nach dem Konsum von Amphetamin, ans Steuer seines Autos geklettert. Dabei hatte er aufgrund ähnlicher Vorfälle gar keinen Führerschein mehr.

Fahrt in die zweite Sackgasse endete auf dem Dach

Als das Lichtzeichen „Stopp – Polizei“ vor ihm aufleuchtete gab er Gas und steuerte in die Geitlingstraße, die eine Sackgasse ist. Der Oberhausener setzte schwungvoll rückwärts wieder hinaus, wobei er beinahe eine junge Polizistin über den Haufen gefahren hätte. Die Beamtin, die gerade erst ausgestiegen war, konnte mit knapper Mühe wieder in ihren Dienstwagen springen. „Da fehlten nur Millimeter“, so die 27-Jährige.

Der Angeklagte bog in die Schauenstraße ein, womit er die nächste Sackgasse erwischte. Das merkte er allerdings zu spät. Sein Wagen überschlug sich und landete in einer Grünanlage auf dem Dach. Auch die Polizei konnte auf nasser Straße nicht mehr rechtzeitig bremsen und stieß mit dem Schrotthaufen zusammen.

Da der weitgehend geständige 35-Jährige bereits mehrfach einschlägig vorbestraft war, sah das Schöffengericht keinen Raum für eine weitere Bewährungschance. Sein Aufenthalt hinter Gittern wird sich wohl noch um einige Monate verlängern: Bei der Tat stand er bereits unter Bewährung.

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