Finanzen

Fressnapf-Gründer und Co: Das sind die reichsten Duisburger

Das Bauprojekt Mercator One realisiert Torsten Toeller am Portsmouthplatz gegenüber dem Duisburger Hauptbahnhof.

Das Bauprojekt Mercator One realisiert Torsten Toeller am Portsmouthplatz gegenüber dem Duisburger Hauptbahnhof.

Foto: Foto: Martin Ahlers

Duisburg.  Das sind die Duisburger mit dem größten Vermögen: Fünf Einzelpersonen oder Familien finden sich auf der Liste der 1000 reichsten Deutschen.

Auch Reichtum ist relativ: Gemessen an Lidl-Gründer Dieter Schwarz, der ein geschätztes Vermögen von 41,5 Milliarden Euro sein Eigen nennt, ist der Wohlstand von Torsten Toeller (Fressnapf) vergleichsweise bescheiden. Aber mit 1,05 Milliarden Euro, die er nach Recherchen des Wirtschaftsmagazins Bilanz besitzen soll, steht er immerhin auf Rang 186 der Liste der 1000 reichsten Deutschen und ist damit der vermögendste Duisburger. Weitere Bürger und Familien dieser Stadt sowie Eigner Duisburger Unternehmen finden sich auf der Rangliste.

Immobilien und Bier, Technik und Touristik brachten das Vermögen

Torsten Toeller führte die Trinkgut-Kette und konzentrierte nach dem Verkauf der Getränkemärkte an Edeka im Jahr 2010 den Tiernahrungshandel Fressnapf auf. Über die 2012 gegründete Devario Invest GmbH engagiert sich der 53-Jährige in der Immobilienentwicklung. Am Portsmouthplatz gegenüber dem Hauptbahnhof lässt der gebürtige Kölner, der in Duisburg-Großenbaum lebt, derzeit das von Star-Architekt Hadi Teherani entworfene „Mercator-One“ errichten, das Büro- und Geschäftshaus soll im nächsten Jahr eröffnet werden.

Den zweiten Platz der reichsten Duisburger belegt die Familie Spaeter, auf der Rangliste steht sie mit einem geschätzten Vermögen von 700 Millionen Euro an 349. Stelle. Vermögend wurde die Familie durch den im ehemaligen Getreidespeicher am Philosophenweg ansässigen Metallhandel, den 1897 der Koblenzer Industrielle Carl Spaeter in Duisburg gründete und mit seinem Teilhaber Peter Klöckner führte.

Das sind die reichsten Deutschen – und was sie besitzen
Das sind die reichsten Deutschen – und was sie besitzen

Über geschätzte 450 Millionen Euro verfügen die Erben des Duisburger Bauunternehmers Hans Grothe (Rang 453), der als Kunstsammler öffentlich bekannt wurde. Der im vergangenen Juni 88-jährig verstorbene Mäzen ist der Initiator des Museums Küppersmühle, wo seit 2005 seine rund 700 Werke umfassende Sammlung gezeigt wird. Seine Bilder verkaufte er an Sylvia und UIrich Ströher.

Vierter Duisburger auf der Vermögensrangliste ist auf Rang 542 ist die Familie Michael Rademacher-Dubbick mit geschätzten 350 Millionen Euro. Rademacher-Dubbick ist geschäftsführender Gesellschafter der Ludwig Krohne GmbH. Der Anbieter für Messtechnik mit Sitz in Duissern begründete der Namensgeber 1921, heute führt der Urenkel die Geschäfte.

Vermögend durch Brauerei-Verkauf

Rund 350 Millionen nennt die Familie König ihr eigen und steht damit auf Platz 564 der Liste. Seit dem Verkauf der gleichnamigen Brauerei in Beeck an den Holsten-Konzern im Jahr 2000 (seit 2007 gehört „KöPi“ zur Bitburger-Gruppe) investiert die Familie über die InterRex GmbH auch in Duisburg in Immobilien.

Duisburger ist auch Gerald Kassner, der in Hünxe lebt. Der Chef von Schauinsland-Reisen findet sich mit geschätzten 800 Millionen Euro Vermögen auf Platz 270 der Liste der reichsten Deutschen. Mitbewerber Willi Verhuven, mit Alltours lange am Innenhafen ansässig, soll über 950 Millionen Euro verfügen – er steht damit auf auf Rang 263.

Brune kaufte Zinkhütten-Siedlung

In Immobilien investiert Walter Brune (Rang 286 mit rund 700 Millionen Euro), der vor zwei Jahren die Zinkhütten-Siedlung in Obermarxloh erwarb und vor dem Abriss bewahrte. Als Immobilien-Investor in Duisburg wurden auch die Geschwister Conle (Rang 359, 600 Millionen Euro) bekannt – zu Geld kamen auch sie durch ihre LTU-Anteile.

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