Gericht

Gestohlenes Fahrrad ließ Duisburger Dealer auffliegen

Vor vier Jahren wurde die Sanierung des Gebäudes des Land- und Amtsgerichts Duisburg abgeschlossen.

Vor vier Jahren wurde die Sanierung des Gebäudes des Land- und Amtsgerichts Duisburg abgeschlossen.

Foto: Foto: Jörg Schimmel

Duisburg.  Die Polizei wollte nur einen Fahrraddiebstahl klären. Dabei entpuppte sich ein Duisburger als Drogendealer. Unfreiwillig verriet er sich selbst.

Eigentlich war es bei einem Polizeieinsatz in Neudorf am 20. Oktober 2018 nur um ein gestohlenes Fahrrad gegangen. Doch schnell geriet ein 43-Jähriger in einen ganz anderen Verdacht. Wegen bewaffneten Drogenhandels steht er nun erneut vor dem Landgericht am König-Heinrich-Platz.

Der Mann hatte den Beamten freiwillig Einblick in sein Handy gewährt. Den Polizisten kam beim Anblick einiger Textnachrichten schnell der Verdacht, dass sie es vielleicht nicht nur mit einem Hehler, sondern auch mit einem Drogenhändler zu tun hätten.

Polizei stieß bei eilig beantragter Durchsuchung auf jede Menge Drogen

Bei einer eilig beantragten Wohnungsdurchsuchung wurden wenige Stunden später ein Kilo Amphetamin, ein Kilo Marihuana sowie ein wenig Kokain und vier LSD-Pappen gefunden. 24.000 Euro Bargeld lagen in der Wohnung des Angeklagten herum. Neben Gaspistolen und einem Schlagring fand die Polizei wertvolle Uhren, Damenschmuck und elektronische Geräte, teils noch originalverpackt.

Bereits im Juli 2017 waren bei der Durchsuchung einer weiteren Wohnung des Angeklagten in Beeck Drogen gefunden worden. Das Verfahren gegen den 43-Jährigen hatte bereits im April begonnen, konnte aber wegen Erkrankung eines Richters nicht abgeschlossen werden. Beim Neustart legte der Angeklagte gleich zu Beginn ein weitgehendes Geständnis ab. Bis 11. September sind noch zwei Verhandlungstage geplant.

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