Smartphones

„Polizei braucht in Duisburger Problemvierteln Smartphones“

Polizeieinsatz in Marxloh.

Polizeieinsatz in Marxloh.

Foto: Fabian Strauch

Duisburg.  Die NRW-Polizei bekommt 20.000 Smartphones. Gewerkschafter: Lob an Minister Reul, Geräte sind gerade in manchen Vierteln sehr wichtig.

Dass ein Polizeigewerkschafter dem Innenminister in der Öffentlichkeit so klar und deutlich ein Lob ausspricht, kommt nicht alle Tage vor. Volker Schneider, Kreisverbandvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft in Duisburg hält aber kurz inne und sagt im Gespräch mit unserer Redaktion: „Doch, man muss schon festhalten, Minister Reul macht vieles richtig. Er kümmert sich, stellt mehr Polizisten ein, investiert in Polizeiwachen und schafft jetzt die dringend notwendigen Smartphones an.“

Dringend notwendig seien die 20.000 Smartphones, die die NRW-Polizei sukzessive bekommen soll, vor allem in Vierteln in denen es die Beamten regelmäßig mit Clans oder größeren Gruppen zu tun haben. „Gerade in Hochfeld, Marxloh, Hamborn und in Rheinhausen sind die Geräte enorm wichtig“, erklärt Schneider.

Schnell Daten abfragen und Fotos machen

Unkompliziert und schnell ein Foto oder Video zu machen und dieses dann unmittelbar an weitere Streifen und die Zentrale schicken zu können, sei heute eigentlich kaum möglich, so der Gewerkschafter. Zwar gäbe es schon Tablets, die mitunter zum Einsatz kommen. Die Geräte sind aber vergleichsweise unhandlich.

Streifenbeamte müssten noch immer Kugelschreiber und Block nutzen. Schneller und effizienter sei es, wenn Polizisten auf Streife selbst immer und überall Daten abrufen könnten. „In sekundenschnelle den Halter eines auffälligen Fahrzeugs abfragen, bei Personenkontrollen sehen, ob der Gegenüber bereits erkennungsdienstlich in Erscheinung getreten ist oder gar gesucht wird. All das ist eigentlich längst überfällig“, so Schneider.

In einigen anderen Bundesländern – wie etwa in Berlin – wurde die Polizei bereits vergangenes Jahr mit Smartphones ausgestattet. Die Geräte haben spezielle Apps und eine besondere Verschlüsselungstechnik. „Das ist immens wichtig“, unterstreicht Volker Schneider. Die Daten müssten sicher und vor unbefugten Blicken geschützt sein.

Leserkommentare (2) Kommentar schreiben