Sternsingen

In Rheinhausen wollen noch viele Kinder Sternsinger sein

Bezirksbürgermeisterin Astrid Hanske, 3. von links hinten, hat die Rheinhauser Sternsinger im Bezirksrathaus empfangen.

Bezirksbürgermeisterin Astrid Hanske, 3. von links hinten, hat die Rheinhauser Sternsinger im Bezirksrathaus empfangen.

Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Duisburg-Rheinhausen.  Die Sternsinger in Rheinhausen haben sich zu einer Feierstunde getroffen. In diesem Jahr war die Spendenbereitschaft der Menschen besonders groß.

Es herrscht Trubel im Ratssaal des Bezirksrathauses in Rheinhausen. Mit bunten Umhängen, goldfarbenen Papierkronen auf dem Kopf stehen die Kinder und Jugendlichen da. Sie strahlen übers ganze Gesicht, während sie die Stäbe mit der Sternspitze hochhalten. „Das macht ihr ganz toll“, freut sich Bezirksbürgermeisterin Astrid Hanske über die Kleinen.

Hanske hat die Sternsinger aller katholischen Pfarr- und Kirchengemeinden aus Rheinhausen zur Feierstunde eingeladen. Die Feierstunde ist eine langgepflegte Tradition. „Ihr erinnert an die heiligen drei Könige, bringt den Segen in die Haushalte und sammelt Spenden für Not leidende Menschen“, lobt Hanske die Sternsinger. In diesem Jahr haben die Sternsinger für Hilfsprojekte im Libanon gesammelt. Dort wird Kindern geholfen, die nie in ihrem Leben Frieden und ein reguläres Schulleben erlebt haben.

40 Kinder und Jugendliche als Sternsinger unterwegs

Am Dreikönigstag schließlich tragen die Sternsinger der Gemeinde St. Marien noch einmal die Lieder vor, die sie auch an den Haustüren gesungen haben. Begleitet von einer Blockflöte erklingt so das Lied „Wir kommen aus dem Morgenland“.

Peter Fendel blickt glücklich zu den Sternsingern: „Es waren tolle zwei Tage, in denen wir unterwegs waren“, sagt Fendel, der seit August als Pastoralreferent für die Gemeinde St. Peter tätig ist. Insgesamt zehn Gruppen der Gemeinde St. Peter waren zwei Tage lang unterwegs. 40 Kinder und Jugendliche haben mitgemacht, darunter auch Pfadfinder der Gemeinde St. Ludger und Jugendliche aus dem Jugendzentrum St. Peter. 20 Betreuer unterstützen sie.

Entgegen des Trends großes Interesse am Sternsingen

„Unser Tag begann um 10 Uhr und endete gegen 18 Uhr“, so Fendel. Das Telefon in der St. Peter-Gemeinde habe nicht stillgestanden: „Uns haben Leute angerufen, die wir an der Haustüre nicht erreicht haben. Wir sind dann dort vorbeigegangen und haben den Segen persönlich gebracht“, erzählt Fendel.

Überhaupt habe es großes Interesse gegeben, wie Jürgen Konkol, Leiter der Bezirksverwaltung Rheinhausen, weiß: „Entgegen des Trends haben wir in Rheinhausen nicht weniger Sternsinger. Die Freude am Sternsingen bleibt hoch.“ Freude am Sternsingen haben auch zwei Kinder aus Pakistan, die Gudrun Maxelon begleitet: „Beide leben seit zwei Jahren in Deutschland. Sie lernen durchs Singen die Sprache leichter.“ Neue Freundschaften, zu Tränen gerührte Familien, knurrende Hunde oder Tüten voller Süßigkeiten – die Sternsinger Pirmin Bading (12), Fabian Reblun (12), Zoe Claas (10) und Zoe Salzmann (11) haben alles erlebt.

Freude über hohe Spendensumme

Pirmin ist seit sechs Jahren Sternsinger: „Ich finde es toll, dass das Geld Kindern hilft, ein friedliches Leben zu führen.“ Zoe Claas erinnert sich gerne an eine Situation: „Eine ältere Frau hatte Tränen in den Augen, weil ihr Enkel auch Sternsinger war.“

Nach der Feierstunde segnen die Sternsinger schließlich das Rathaus mit dem Kürzel 20*C+M+B+20 für „Christus Mansionem Benedicat“, zu Deutsch „Christus segne dieses Haus“. Und dann gibt es noch einen Grund zur Freude: 11.670,83 Euro haben die Sternsinger in Rheinhausen gesammelt und damit das Vorjahresergebnis sogar übertroffen.

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