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Kampagne zum Energiesparen in Duisburg: Tipps und Warnungen

| Lesedauer: 4 Minuten
Kampagne gestartet – sie rufen gemeinsam zum Energiesparen auf (v.l.): Oliver Tittmann, Leiter der Feuerwehr Duisburg, Helge Kipping, Vorstand der Sparkasse Duisburg, Stadtdirektor Martin Murrack, Sandra Altmann, Prokuristin der Gebag, Lothar Hellmann, Obermeister der Elektro-Innung Duisburg, und Andreas Eiting, Geschäftsführer Netze Duisburg.

Kampagne gestartet – sie rufen gemeinsam zum Energiesparen auf (v.l.): Oliver Tittmann, Leiter der Feuerwehr Duisburg, Helge Kipping, Vorstand der Sparkasse Duisburg, Stadtdirektor Martin Murrack, Sandra Altmann, Prokuristin der Gebag, Lothar Hellmann, Obermeister der Elektro-Innung Duisburg, und Andreas Eiting, Geschäftsführer Netze Duisburg.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Mehrere Partner beteiligen sich in Duisburg an einer großen Kampagne zum Energiesparen mit wertvollen Tipps – und eindeutigen Warnungen.

Unter dem Motto #sparDU haben in Duisburg die Stadt, Stadtwerke, Netze Duisburg, Sparkasse, Elektroinnung und Gebag eine Info-Kampagne für effektives und sicheres Energiesparen gestartet. Sie ist aus einer Initiative im städtischen Krisenstab heraus entstanden.

Alle Informationen dazu sind auf der Internetseite sparDU.duisburg.de in fünf Sprachen – Deutsch, Türkisch, Rumänisch, Bulgarisch und Arabisch – zu finden und in kurze, klare, einfache Botschaften verpackt. Es gibt einerseits Tipps zum sinnvollen Energiesparen.

Beispiel: Ein Grad weniger Raumtemperatur spart sechs Prozent der Heizkosten. Oder: 15.000 Liter Wasser pro Jahr sparen mit fünf statt zehn Minuten Duschen. Und auch: 90 Prozent weniger Strom verbrauchen LED-Leuchtmittel im Gegensatz zu Glühbirnen.

Kampagne in Duisburg: Partner warnen vor gefährlichen „Energiesparmaßnahmen“

Andererseits sollen die Duisburger mit der Kampagne vor unsinnigen und gefährlichen „Energiesparmaßnahmen“ gewarnt werden. „Ich denke da zum Beispiel an offenes Feuer in Wohnungen und den unsachgemäßen Gebrauch von Heizstrahlern und anderen Geräten“, so Oliver Tittmann, Leiter der Feuerwehr. „Es ist in der Vergangenheit leider immer wieder vorgekommen, dass drinnen mit Holzkohle- oder Gas-Grills geheizt worden ist oder mit Teelichtöfen. Das kann alles schnell zu einer Kohlenmonoxid-Vergiftung führen und damit lebensgefährlich werden.“

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Auch Lothar Hellmann, Obermeister der Elektro-Innung, ist es ein Anliegen, mit der gemeinsamen Initiative mögliche Gefahren aufzuzeigen. „Momentan kursieren viele Vorschläge, mit diversen elektrischen Geräten und Anlagen Wärme zu erzeugen oder Strom einzusparen, wie zum Beispiel mit Heizlüftern oder Balkonkraftwerken“, so Hellmann. Die Fachbetriebe seien der kompetente Ansprechpartner, welche Geräte sich für wen eignen und ob die Hausinstallation auch dafür ausgelegt ist.

Er betont: „80 Prozent unserer Elektroinstallationsanlagen sind älter als 40 Jahre“, so Hellmann. „Wenn dann diese Schnellheizer mit zwei Kilowatt aus dem Baumarkt in mehreren Zimmern aufgestellt und angeschlossen werden, kann es aufgrund der Überlastung zu Schwelbränden in den Verteilerdosen kommen.“ Je nach der Zahl der Haushalte, die dies so praktizieren, könne der Strom in ganzen Straßenabschnitten ausfallen. „Und das lässt sich dann nicht so ohne Weiteres wieder beheben“, stellt Hellmann klar.

„Wir haben es alle in der Hand, achtsam und sparsam mit Energie umzugehen“

„Wir haben es alle in der Hand, achtsam und sparsam mit Energie umzugehen“, sagt Helge Kipping. Er freut sich als Vorstand der Sparkasse, dass auch das Geldinstitut Teil der Kampagne ist – ebenso wie die Gebag. „Wir geben unseren Mieterinnen und Mietern jetzt schon Tipps zum Energiesparen“, betont Sandra Altmann, Prokuristin beim kommunalen Wohnungsbauunternehmen.

Die Temperaturen, so Andreas Eiting, Geschäftsführer Netze Duisburg, seien zwar aktuell sehr mild und die Gasspeicher voll. „Dennoch ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, um die Aufmerksamkeit auf das Energiesparen zu lenken“, so Eiting. „Denn wenn es absehbar deutlich kälter wird, steigt der Energieverbrauch. Deshalb brauchen wir eine gemeinsame Kraftanstrengung, um gut durch den Winter zu kommen.“

Martin Murrack, Stadtdirektor und Leiter des Krisenstabs, appelliert: „Wir alle können jetzt einen Beitrag dazu leisten, die Folgen der Energiekrise abzumildern. Selbst viele kleine Maßnahmen können einen großen Effekt erzielen.“

>> KAMPAGNE ZUM ENERGIESPAREN IN DUISBURG ÜBER ONLINE- UND SOCIAL-MEDIA-KANÄLE

  • Neben den Tipps und Infos auf sparDU.duisburg.de in fünf Sprachen wird die Kampagne auch über die Online- und Social-Media-Kanäle der Initiatoren verbreitet.
  • Die Partner weisen darüber hinaus in Mitarbeitermagazinen, auf Plakaten und über Aufrufe auf den eigenen Internetseiten auf die Möglichkeiten zum Energiesparen hin.

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