Kinderrechtebus

Kinderrechtebus erklärt in Duisburg, was Kindern zusteht

Jugenddezernent Thomas Krützberg (3.v.l.), Bürgermeister Manfred Osenger (4.v.r.) und SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas (3.v.r.) nehmen das Kinderrechte-Ortsschild von Jonas Kohl (r.) vom Bundesministerium in Empfang. Mit dabei sind Kindernothilfe-Vorstand Katrin Weidemann (4.v.l.) und drei Helfer vom Kinderrechtebus-Team.

Jugenddezernent Thomas Krützberg (3.v.l.), Bürgermeister Manfred Osenger (4.v.r.) und SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas (3.v.r.) nehmen das Kinderrechte-Ortsschild von Jonas Kohl (r.) vom Bundesministerium in Empfang. Mit dabei sind Kindernothilfe-Vorstand Katrin Weidemann (4.v.l.) und drei Helfer vom Kinderrechtebus-Team.

Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Der Kinderrechtebus des Bundes machte auf dem Duisburger Stadtfest Station. Kinder erfuhren spielerisch, was ihre Rechte sind.

30 Jahre alt ist jetzt die UN-Kinderrechtskonvention, die weltweit die Rechte der jungen Menschen sichert. „Konventionen sind Regeln, an die sich alle halten sollen“, erklärt ein Schild an dem großen, bunten Bus, der am Sonntag auf der Königstraße steht.

Spielerische Erklärung

Der Kinderrechtebus tourt zum runden Jahrestag der Konventionen im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durch das Bundesgebiet, am Wochenende machte er auf dem Duisburger Stadtfest Halt. „Hier werden die zehn wichtigsten der 50 Kinderrechte anschaulich und spielerisch erklärt“, sagt Pressebeauftragter Miko Omietanski, „denn viele Kinder wissen gar nicht was ihnen zusteht.“

Vor dem Bus erklären Freddy der Bundesadler und die „KiMi“-Kinder über kleine Boxen in kindgerechter Höhe, was es mit diesem unförmigen Wort „Konvention“ eigentlich auf sich hat. Da gibt es zum Beispiel das Recht auf Privatsphäre oder das Recht auf Beteiligung - aber der siebenjährige Julius aus Dinslaken interessiert sich vor allem für das Recht auf Freizeit.

Kinder nehmen Freizeit anders wahr

Das hat das Team nämlich clever umgesetzt: Zuerst stellen Eltern und Kinder auf einer Holzuhr ein, wie viel Freizeit der Sohnemann oder das Töchterchen denn wohl am Tag haben. „Die eingestellten Zeiten gehen oft ganz schön auseinander“, grinst Miko Omietanski, „denn die Wahrnehmung von Freizeit durch Kinder und Erwachsene ist ziemlich unterschiedlich.“ Julius ist derweil schon zum zweiten Teil des Rechts auf Freizeit übergegangen - zum Spielen. „Das Diabolo hat mir Spaß gemacht“, freut er sich, „das hat auch schon gut geklappt.“

Im Bus gibt es für die jungen Besucher kindgerechte Erklärfilme und eine Übungsstation, an der die Kids lernen, „Nein“ zu sagen. Nebenan erfährt Pauline grade etwas über das Recht auf Privatsphäre; malt ein Bild und steckt es dann in eine Schatztruhe, die dann niemand mehr öffnen darf.

Beigeordneter: Duisburg beim Kinderschutz gut aufgestellt

„Das war das erste, was mein Kind gemacht hat, als es schreiben konnte“, grinst Jugenddezernent Thomas Krützberg, „dick an die Zimmer Tür geschrieben ‘Zutritt verboten’.“ Der Kinderschutz, erklärt der frühere Jugendamtsleiter, liege ihm quasi im Blut. „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, und ich finde, dass wir in Duisburg in Sachen Kinderschutz gut aufgestellt sind“, freut sich Krützberg über die „gelungene Aktion“.

SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas zeigte sich nach einem kurzen Rundgang vom Bus beeindruckt und lobte die Idee des Ministerium, „raus aus der Behörde“ zu kommen und sich mit den Menschen in den Städten auseinanderzusetzen - in diesem Fall eben mit den allerjüngsten Menschen. Auch Bürgermeister Manfred Osenger und Kindernothilfe-Vorstand Katrin Weidemann sind dabei, als Jonas Kohl vom Bundesministerium das Kinderrechte-Ortsschild für Duisburg übergibt.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben