Gastro-Kritik

„Lindenwirtin“ in Duisburg: Gute Auswahl und absolutes Pfund

Die Familie Herbertz betreibt die „Lindenwirtin“ in Duisburg in der fünfen Generation.

Die Familie Herbertz betreibt die „Lindenwirtin“ in Duisburg in der fünfen Generation.

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die „Lindenwirtin“ hat eine gute, bodenständige Küche zu bieten. Außerdem hat das Traditionslokal ein absolutes „Pfund“ in der Hinterhand.

Generationen von Duisburgern kennen das Traditionslokal „Lindenwirtin“ am Fuße des Kaiserbergs. Ein beliebter Treff bei Jung und Alt ist zudem im Sommer der idyllische Biergarten. Das alte Fachwerkhaus an der Mülheimer Straße fällt einfach ins Auge und ist aus dem Stadtbild nicht wegzudenken. Erbaut wurde das mittlerweile denkmalgeschützte Gebäude um 1728, ab dem Jahr 1934 wurde das heutige Restaurant unter dem Namen „Café Eisgarten“ eröffnet und später als „Lindenwirtin“ weitergeführt. Heute wird die beliebte Gaststätte von der Familie Herbertz in der fünften Generation betrieben. Wir haben sie für unsere Gastro-Kritik getestet:

Atmosphäre: Wer als Enkel mit seinen Großeltern nach einem Zoobesuch bei der „Lindenwirtin“ eingekehrt ist, wird sich dort auch heute noch wie zu Hause fühlen. Die etwas verwinkelte Gaststube scheint im Laufe der Jahre unverändert, viel Holz an Wänden und Decke passt gut zum baulichen Gesamteindruck, auch das Interieur hat sich im Laufe der Jahre kaum verändert. Aber genau das macht offensichtlich den Charakter des Lokals aus, hier kann man ohne modernen Schnickschnack gemütlich zusammensitzen, lecker essen und es sich gut gehen lassen.

Service: Man wird gut und seriös bedient, ganz ohne das woanders manchmal zu beobachtende übertriebene „Getue“. Und das ist auch gut so. Man ist halt in Duisburg, da ist sowas verzichtbar. Man lässt sich die Karte zeigen, wird auf die Tagesgerichte hingewiesen, bestellt schon mal sein Bierchen und wählt in Ruhe aus. Die Zeit zwischen der Bestellung und dem Servieren ist angemessen, der Service ist unaufdringlich.

„Lindenwirtin“ in Duisburg-Duissern: Küche mit „gutbürgerlicher Ausrichtung“

Angebot und Geschmack: Die Ausrichtung der Küche ist eindeutig „gutbürgerlich“, und erstreckt sich von einfacheren Tagesgerichten wie Erbsensuppe und Paprikaschote bis hin zum Rumpsteak „Lindenwirtin“ für 26,50 Euro. Für den kleineren Hunger gibt es eine Auswahl an Snacks, Süppchen (auch saisonal) und Salattellern. Auf der Karte findet man zudem Deftiges wie Speck- und Mettwurstpfannkuchen, aber auch – offensichtlich an ein jüngeres Publikum gerichtet – verschiedene Burger (13,50 - 16,50 Euro). Wer gerne Schnitzel isst, hat die Qual der Wahl. Die Bandbreite ist enorm, vom Zigeunerschnitzel (14 Euro) bis hin zum Kalbsschnitzel mit Kartoffel-Gurkensalat (19,50 Euro) gibt es alles, was das „Schnitzel-Herz“ begehrt.

Und einen gesunden Appetit sollte man mitbringen, die Portionen sind schon recht ambitioniert. Ergänzt wird die Karte durch Angebote der Saison. Im Herbst sind die Muschelvariationen stark gefragt. Hierbei kann man je nach Gusto zwischen der rheinischen und mediterranen Art wählen. Platz sollte man sich auf jeden Fall für den Nachtisch lassen. Die diversen Pfannkuchen mit Eis sind einfach ein „Muss“, besonders empfehlenswert ist der warme Schokokuchen mit Eis und Sahne (7,50 Euro).

Fazit: Die „Lindenwirtin“ ist einfach eine Duisburger Institution. Wer bodenständiges Essen bevorzugt, ist dort bestens aufgehoben. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt absolut. Kulinarische Experimente findet man nicht auf der reichhaltigen Speisekarte, kleine Überraschungen schon. Und der Biergarten im Sommer ist ein absolutes „Pfund“.

Unsere Bewertung für die „Lindenwirtin“

Geschmack: 4/5 Punkte

Atmosphäre: 4/5 Punkte

Service: 4/5 Punkte

Adresse: Mülheimer Straße 203 (Duisburg-Duissern)

Telefon: 0203 33 33 70 Internet: duisburgs-lindenwirtin.de

Hinweis der Redaktion:

Diese Gastro-Kritik entspricht dem subjektiven Geschmacksurteil des Verfassers. Bei unseren Tests geben wir uns nicht zu erkennen, bewerten uabhängig und bezahlen das Essen selbst.

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