Marxloh: SPD will mehr Polizei

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JUGENDKRIMINALITÄT. Eine Hotline soll die Beschwerden der Bürger entgegen nehmen.

Sie haben miteinander gesprochen und sie haben ihren Forderungskatalog abgestimmt. Der sozialdemokratische Oberbürgemeister-Kanditat Jürgen C. Brandt und der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Frank Richter, sowie sein Duisburger Pendant Weert Albers sind sich einig: Aus dem Problembezirk Marxloh, in dem vor allem jugendliche Pöbler, Randalierer und Straftäter für Unruhe auf den Straßen sorgen, soll kein rechtsfreier Raum werden. Brandt: "Der Staat muss zeigen, dass er keinen Stadtteil verloren gibt. Dazu gehört es, Präsenz zu zeigen und den Anfängen zu währen". Sprich: Mehr Polizeibeamte müssen auf die Straße. "Sprüche wie 'Das ist unser Stadtteil und nicht euer' sind Alltag. Nicht nur in Marxloh", weiß Frank Richter und sein Kollege Weert Albers ergänzt in Bezug auf die öffentliche Reaktion: "Wir hatten zunächst Angst, dass Marxloh stigmatisiert wird, aber es geht ja nicht nur uns so, sondern auch anderen Städten."

Großes Lob sprechen die beiden Gewerkschaftern Polizeipräsident Rolf Cebin aus, der als erster Behördenchef mal deutlich gesagt habe: "Ja, so ist dort die Situation." Viele andere Behördenchefs hätten sich das nicht getraut, obwohl die Situation dieselbe sei.

Neben mehr Polizeipräsenz auf der Straße fordert Jürgen C. Brandt auch eine Gemeinschaftswache aus Ordnungsamt und Polizei, wie sie in der Innenstadt bereits Realität ist. "Viele Bürger wissen doch gar nicht, wer genau wofür zuständig ist. Die wollen einfach nur Hilfe. Wir müssen den Menschen im Stadtteil das Gefühl geben, dass wir sie ernst nehmen." Deshalb fordert Brandt auch eine Hotline, an die Bürger sich wenden können, um ihre Erlebnisse zu schildern. "So bekommen wir auch gesicherte Erkenntnisse darüber, was die Menschen in ihren Stadtteilen tatsächlich erleben. Es holt ja nicht jeder immer sofort die Polizei", so Brandt.

Natürlich sei auch die Prävention wichtig und die Perspektive für Jugendliche im Stadtteil zu verbessern, sei auch nötig. Brandt: "Aber hier geht es zunächst einmal um die elementaren Regeln des Zusammenlebens."

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