Einzelhandel

Neue Hoffnung für Rheinhausens Fußgängerzone

Werbering-Vorsitzender Karsten Vüllings mit Coskun Sahin, Hans-Joachim und Elke Slizewski von Euronics vor dem neuen Standort.

Werbering-Vorsitzender Karsten Vüllings mit Coskun Sahin, Hans-Joachim und Elke Slizewski von Euronics vor dem neuen Standort.

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Duisburg-Rheinhausen.  Nach vielen Pleiten gibt es jetzt gute Nachrichten. In die Aldi-Filiale zieht ein Lebensmittelhändler, Elektro Euronics belebt Santander-Filiale.

Er hat ein Lächeln im Gesicht. Nach den vielen Geschäftsaufgaben in der Vergangenheit kann Karsten Vüllings, Vorsitzender des Werberings Rheinhauser Kaufleute, mal wieder etwas Positives vermelden. „Wir haben direkt zwei Neuvermietungen in der Hochemmericher Fußgängerzone anzukündigen“, strahlt der 60-jährige Mann vom Werbering.

„Da, wo einst Aldi war, kommt ein deutscher Lebensmittelanbieter hinein“, lächelt er. „Und Euronics Slizewski vergrößert sich, wird quasi auf die andere Seite der Friedrich-Alfred-Straße ziehen – dahin, wo vor zwei Jahren noch die Santander-Bank war“, erklärt Vüllings zufrieden. Zum Lebensmittelhändler wird nur so viel verraten: Der Anbieter sei schon etwas breiter in der rheinischen Region zwischen Düsseldorf und Köln aufgestellt. Er wolle jetzt seine Marktchancen am Niederrhein, bzw. im Ruhrgebiet austarieren. „Das Besondere ist, er hat eine ähnliche Produktpalette wie Aldi damals, mit Frisch-Obst- und Gemüse, dazu gibt es eine richtige Fleisch- und Wursttheke“, so Vüllings. „Und der hintere Eingang zu dem Parkplatz soll auch wieder geöffnet werden, so dass gute Parkmöglichkeiten für Kunden bestehen.“

Auf 400 Quadratmetern Fläche wird sich der neue Anbieter präsentieren, dessen Name Vüllings noch nicht preisgeben will. „Alles läuft in geordneten Bahnen ab, viele Regale sind schon im Laden zu sehen, Stromanschlüsse werden verlegt“, verrät Vüllings. „Es ist damit zu rechnen, dass der Lebensmittelhändler noch vor dem Stadtfest eröffnet, also Anfang August.“ Besonders zuträglich ist es für die älteren Leute, die in Rheinhausens Stadtkern wohnen, haben sie doch wieder einen Versorger vor der Tür nach einjährigem Leerstand.

Für die Anwohner war Aldi laut

„Die Lage war für Aldi aus logistischen Gründen nicht mehr so gut, da die Ware nachts mit LKWs angeliefert wurde, also wurde es laut für die Anwohner. Deswegen haben sie sich mehr im Außenbereich der Stadt niedergelassen“, sagt Vüllings.

Zum Elektronikgeschäft Euronics Slizewski: Inhaber Hans-Joachim Slizewski sieht für seinen Elektro-Markt bessere Chancen in den Geschäftsräumen der ehemaligen Santander-Bank, die bis noch vor zwei Jahren in dem Ladenlokal an der Ecke zur Günterstraße war. „Wir haben hier eine wesentlich größere Fläche und wachsen jetzt von ehemals 100 Quadratmetern auf fast 300 Quadratmeter“, erklärt der Elektro-Fachmann. „Von Vorteil sind natürlich auch die größeren Schaufenster, da können wir die Waren gut präsentieren“, so Slizewski. Auf kooperative Vermieter sei er gestoßen, wichtig waren ihm auch die unmittelbaren Parkmöglichkeiten: „Das ist für die Anlieferung und den Abtransport der Waren durch Kunden wichtig“, sagt der 61-Jährige.

Seit 34 Jahren führt er den Fachbetrieb der Euronics-Kette auf dem hinteren Teil der Friedrich-Alfred-Straße mit seiner Frau Elke, fünf Mitarbeiter unterstützen ihn dabei. „Es ist auch Herzblut mit dabei, das ich für den Standort Rheinhausen entwickelt habe“, so Slizewski. Ab Ende September wird er seine Waren an der Friedrich-Alfred-Straße/Ecke Günterstraße feilbieten. Das alte Ladenlokal soll zu Wohnraum zurück gebaut werden. Und Vüllings hofft dadurch auf eine weitere Belebung von Rheinhausens Fußgängerzone.

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