Kaufmannschaft

Neue Vorsitzende vom Rheinhauser Werbering hat viel vor

Elisabeth Schmitz ist ein Rheinhauser Urgestein. Sie wurde hier geboren, betreibt seit 47 Jahren ein Modegeschäft in Hochemmerich.

Elisabeth Schmitz ist ein Rheinhauser Urgestein. Sie wurde hier geboren, betreibt seit 47 Jahren ein Modegeschäft in Hochemmerich.

Foto: Norbert Prümen / FUNKE Foto Services

Rheinhausen.  Elisabeth Schmitz ist neue Vorsitzende des Rheinhauser Werberings. Sie plant neue Veranstaltungen, die das Gemeinschaftsgefühl stärken sollen.

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Die Blumenausstellung „Rheinhausen blüht auf“ im Mai, das 25. Stadtfest im August und der dreitägige Weihnachtsmarkt am zweiten Dezemberwochenende. Mit bewährten und zwei neu geplanten Veranstaltungen konnte Elisabeth Schmitz die Mitglieder des Werberings Rheinhausen bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung begeistern. Diese Versammlung war nach dem plötzlichen Tod des bisherigen, langjährigen ersten Vorsitzenden, Karsten Vüllings, notwendig geworden, weil die Führungsposition neu besetzt werden musste. Einstimmig wählten die Mitglieder die bisherige zweite Vorsitzende in das Amt. Als Geschäftsführer bestätigt wurde Wilhelm Barsuhn.

Nur wenige der rund 20 Mitglieder fanden den Weg zur Jahreshauptversammlung. Ob es mangelndes Interesse oder Stress in der Vorweihnachtszeit war, will die Führungsriege um Elisabeth Schmitz in nächster Zeit durch persönliche Gespräche in Erfahrung bringen. Die engagierte Frau zieht lächelnd eine weitere Möglichkeit in Betracht: „Die Mitglieder haben einfach Vertrauen in unsere Arbeit.“

Ein Rheinhauser Urgestein

Elisabeth Schmitz ist das, was man als Urgestein bezeichnen kann. Sie ist in Rheinhausen geboren, betreibt seit 47 Jahren das Damenmodegeschäft „Marelle“ in Hochemmerich und war seit 2006 zweite Vorsitzende des Werberinges.

Diese Kaufleutegemeinschaft möchte sie mit ihren Mitstreitern jetzt wieder weiter nach vorne bringen, will die Mitglieder aktiv ins Boot holen und weitere gewinnen – 15 neue gibt es bereits. Viele Entscheidungen in den vergangenen Wochen waren für Elisabeth Schmitz und Geschäftsführer Wilhelm Barsuhn eine Gratwanderung. Anträge für drei verkaufsoffene Sonntage mussten gestellt werden, die Frage nach dem Fortbestand des Stadtfestes wurde stets diplomatisch unter Vorbehalt, aber irgendwie positiv beantwortet. Der neue Vorstand kann jetzt offiziell seine Arbeit aufnehmen und stellte bereits einige Weichen für das Jahr 2020.

Fußgängerzone als Blumenmeer

Mit zwei neuen Veranstaltungen soll das gemeinschaftliche Leben in Rheinhausen gestärkt werden. So wird im Mai das Event „Rheinhausen blüht auf“ die Fußgängerzone in ein buntes Blumenmeer verwandeln. Händler stellen vor den Geschäften ihre Blumen aus und verkaufen sie auch. Das beliebte Stadtfest findet definitiv im August statt, dann zum 25. Mal.

Nach vielen Jahren wiederbelebt wird der Weihnachtsmarkt in der Stadtmitte, drei Tage lang rund um das zweite Dezemberwochenende. Elisabeth Schmitz: „Es hat bereits Gespräche mit der Wirtschaftsförderung gegeben. Wir bekommen Steckdosen, damit der große Weihnachtsbaum im Bereich Friedrich-Wilhelm-Straße/Krefelder Straße illuminiert werden kann.“

Weniger Ladenleerstand in Rheinhausen

Was der ersten Vorsitzenden ganz wichtig ist: Es soll ein gemeinschaftlicher Weihnachtsmarkt werden. Vereine, Kindergärten, Schulen, das Bienenmuseum, die Lebendige Grafschaft und viele mehr möchte sie ansprechen, damit sie sich mit Aktionen beteiligen. „Man soll sehen, dass wir in Rheinhausen eine Gemeinschaft haben. Wenn jeder nur alleine vor sich hinarbeitet, kommt nichts zustande“, bekräftigt Elisabeth Schmitz ihre Auffassung vom Wir-Gefühl.

Am Herzen liegt dem Werbering, den Ladenleerstand zu minimieren. Nach wie vor sei man in Gesprächen mit dem Bauverein, um hier Lösungen zu finden. Des Weiteren will die Vorsitzende mit ihren Vorstandskollegen stärker auf die Kaufleute zugehen. Es soll regelmäßige Treffen geben, damit jeder seine Ideen einbringen kann. Elisabeth Schmitz: „Man muss am Ball bleiben.“

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