Wochenmarkt

Neuen Händler für Bergheimer Wochenmarkt schnell gefunden

Die Ratsfrau Angelika Röder geht gerne auf dem Markt einkaufen. Hakan Kara und seine Schwester Girgül Meyer bedienen.

Die Ratsfrau Angelika Röder geht gerne auf dem Markt einkaufen. Hakan Kara und seine Schwester Girgül Meyer bedienen.

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Duisburg-Rheinhausen.  Auf dem Bergheimer Markt fehlte der Obst- und Gemüse-Händler. Ratsfrau Angelika Röder machte sich für Ersatz stark. Duisburg-Kontor reagierte.

Hakan Kara zeigt stolz auf seine Clementinen, und Angelika Röder lässt sich ihre Tüten mit den Früchten der Spitzenqualität aus Israel geben. Auf dem Wochenmarkt in Bergheim gibt es wieder einen Obst- und Gemüsehändler. Und darüber ist Angelika Röder besonders glücklich. Die Ratsfrau der Bürgerlich-Liberalen (BL) ist nämlich eine begeisterte Kundin bei Anbietern des Marktes auf dem Alfred-Hitz-Platz.

Sie war entsetzt, als vor einiger Zeit plötzlich nicht mehr der vorherige Obst- und Gemüsehändler an dem gewohnten Platz des Marktes stand, er hatte offenbar ohne Vorwarnung sein Geschäft in Bergheim aufgegeben. Angelika Röder kontaktierte Duisburg-Kontor, denn „ein Markt ohne Obst- und Gemüsehändler geht gar nicht.“ Binnen kurzer Zeit gelang es Duisburg-Kontor, mit Hakan Kara einen neuen Anbieter zu finden, wofür die Ratsfrau mal ihren herzlichen Dank aussprechen möchte. Der Bergheimer Markt ist zwar mit Anbietern unter anderem für Blumen, Käse, Fisch, Fleisch und Backwaren einer der kleineren Märkte im gesamten Duisburg Stadtgebiet, aber er hat seine Kunden – und so Angelika Röder, „wichtig ist auch, dass sich hier die Leute treffen.“ Zumindest in normalen Zeiten.

Seit 40 Jahren im Geschäft unterwegs

Im Wochenmarktgeschäft ist der 40-jährige Hakan Kara seit vielen Jahren unterwegs. Ab dem Jugendalter arbeitete er bereits 25 Jahre lang bei einem Bauern. Vor etwa fünf Jahren machte sich der Duisserner mit einem eigenen Stand selbstständig. Mittlerweile bietet er seine Waren in Wanheimerort dienstags und donnerstags, Bergheim freitags und in Hochfeld samstags an. Früh aufstehen muss er an diesen Tagen, nämlich um 1.50 Uhr, um sich auf den Weg zum Großmarkt in Düsseldorf zu machen. „Ich hole lieber weniger Obst und Gemüse, dafür aber frisch“, sagt Hakan Kara, der seine Waren auf einen sechs Meter langen Verkaufstisch anbietet, im Augenblick viel Saisonales wie etwa verschiedene Kohlsorten, die Eier liefert ein Bauer aus Münster. Sein Markthandel versteht sich als Familienbetrieb.

Die Schwester hilft häufig

Häufig hilft seine Schwester, Birgül Meyer, mit. Seine Ehefrau arbeitet als Erzieherin in einem Kindergarten. Gleichwohl der Händler bemerkt, dass die Geschäfte früher besser liefen, wolle und könne er sich nicht beklagen: „Ich habe meine Stammkunden.“ Wie Angelika Röder, die als Bergheimerin oft zu Fuß zum Wochenmarkt geht, wo sie mit Vorliebe einkauft: Blumen, Käse, Geflügel, Biofleisch und natürlich Obst und Gemüse für die ganze Woche: „Die Produkte sind frisch, und ich muss nicht mehr in den Supermarkt.“

Die Märkte im Überblick

Rund 27 Wochenmärkte unterhält Duisburg-Kontor im gesamten Stadtgebiet. Dazu zählen Besonderheiten wie der Bauernmarkt in der Innenstadt, der 1996 als reiner Erzeugermarkt ins Leben gerufen wurde. Der Hamborner Altmarkt gilt mit 150 Händlern und deren Warenpräsentation auf circa 1200 Metern Verkaufsfläche als größter Wochenmarkt in NRW.

Der Wochenmarkt in Rheinhausen-Hochemmerich wurde 2013 als schönster in NRW gekürt. Im Duisburger Westen finden Wochenmärkte, jeweils von 8 bis 13 Uhr statt: in Homberg, Bismarckplatz, dienstags und freitags; in Homberg-Hochheide, Bürgermeister-Bongartz-Platz, mittwochs und samstags; in Rumeln, Dorf-/Verbindungsstraße, donnerstags; in Friemersheim, Kaiser-/Kronprinzenstraße, dienstags und freitags; in Hochemmerich, Artroper/Duisburger Straße, mittwochs und samstags und in Bergheim, Alfred-Hitz-Platz, dienstags und freitags.

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