Firmenübernahme

Neuer Sachtleben-Eigentümer bekennt sich zum Standort Duisburg

Blick über den Rhein auf das Werk von Sachtleben in Duisburg. Zumindest der Name wird bald verschwunden sein.

Blick über den Rhein auf das Werk von Sachtleben in Duisburg. Zumindest der Name wird bald verschwunden sein.

Foto: WAZ Fotopool

Duisburg.   Den Namen Sachtleben wird es bald in Duisburg nicht mehr geben. Das Chemie-Traditionsunternehmen ist nun Teil der Huntsman-Gruppe. In Betriebsversammlungen sollen alle Mitarbeiter von der Übernahme informiert werden, mit großen Jobstreichungen, so die Chefs, sei der Eignerwechsel nicht verbunden.

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Das Traditionsunternehmen Sachtleben in Duisburg ist seit Mittwoch ein Teil des US-Chemieriesen Huntsman (12.000 Mitarbeiter/rund 11 Milliarden Doller Umsatz). Gegen Mittag floss der Kaufpreis von mehr als 1 Milliarde Dollar in New York an den Vorbesitzer Rockwood. Der Name Sachtleben wird verschwinden. Schon am Mittwoch waren die Firmenschilder mit dem Namen Huntsman an dem Gebäude der Firmenzentrale in Essenberg angebracht.

Die 2200 Beschäftigten – in Duisburg-Homberg (1150), Krefeld-Uerdingen (500) und Pori/Finnland (500) – können erst einmal aufatmen. In einem Gespräch mit der Redaktion erklärte der neue Firmenchef Peter R. Huntsman: „Der weitaus überwiegende Teil der Mitarbeiter wird auch in Zukunft seinen Arbeitsplatz behalten.“

In Betriebsversammlungen werden alle Mitarbeiter persönlich von der Übernahme informiert. Die Geschäftsführung übernehmen die US-Manager Simon Turner, Mike Dixon und Justin Phillipson. Peter Huntsman: „Das operative Geschäft wird aber weiter von der bisherigen Führungsriege vor Ort gesteuert.“ EU-Auflagen geben vor, dass ein Teil der Druckfarbenproduktion verkauft werden muss. Das soll in den USA geschehen. Duisburg bleibt verschont.

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