Freizeit

25 Jahre lang abtauchen im Meidericher Hüttenwerk

Der Verein Taucher im Nordpark Duisburg e.V wird 25 Jahre alt: (v.li.) Rudolf Kelbassa, Jörg Kreuzberg, Michael Dreker, Werner Häßler und Henrike Aust freuen sich darüber.Foto:Jörg Schimmel

Der Verein Taucher im Nordpark Duisburg e.V wird 25 Jahre alt: (v.li.) Rudolf Kelbassa, Jörg Kreuzberg, Michael Dreker, Werner Häßler und Henrike Aust freuen sich darüber.Foto:Jörg Schimmel

Meiderich.  Die „Taucher im Nordpark Duisburg“ feiern Jubiläum. Nach einem Vierteljahrhundert auf Expansionskurs. Nachwuchssorgen gibt es nicht.

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„Allzeit Gut Luft!“ Das wünschen sich die „Taucher im Nordpark Duisburg“ (TiND) seit 25 Jahren. Am Samstag wurde das Jubiläum mit einem bayrischen Abend zünftig gefeiert. Über 60 Vereinsmitglieder waren gekommen – auch Oliver Jung und Karl-Heinz Schmitz vom Vorstand des Tauchsportverbands NRW ließen es sich nicht nehmen, den Duisburger Tauchern zu einem Vierteljahrhundert Vereinsgeschichte zu gratulieren.

„Wir freuen uns sehr und an Abenden wie heute sieht man, dass das Vereinsleben noch viel mehr ist, als der reine Sport“, sagt Michael Drecker, Vorstandsvorsitzender. „Gemeinschaft schweißt zusammen – von jung bis alt.“

Auch Senioren ab 60 können noch tauchen

Denn der Tauchsport ist eine der wenigen Sportarten, die sowohl im höheren Alter noch gut machbar als auch für junge Menschen abwechslungsreich und reizvoll ist. So sind unter den Mitgliedern auch viele Familien, die generationsübergreifend das Hobby für sich entdeckt haben. So wie Familie Lüschper. Mutter Nicole und Vater Ralf tauchen schon seit 23 Jahren. Tochter Maike hat gerade ihren Tauchschein gemacht.

Auch Sohn Lasse ist im Verein mit aktiv. „Es ist einfach ein toller Sport – es hat etwas vom Fliegen, wenn man wie schwerelos unter Wasser unterwegs ist“, sagt Ralf Lüschper. Und Ehefrau Nicole ergänzt lachend: „Wenn man wie wir drei Kinder hat, ist die Ruhe, die beim Tauchen herrscht einfach himmlisch.“ Seinen Anfang nahm der Verein, als Taucher im alten Hüttenwerk Wasser in Kabelschächten und Kellerräumen entdeckten und in eine ganz bizarre, besondere Unterwasserwelt abtauchten.

Bizarre Unterwasserwelt am Hochofen

Schnell kam man auf die Idee, auch das alte Gasometer in ein Tauchbecken umzufunktionieren. Im Oktober 1993 gründete Rudolf Kelbassa dann den Verein TiND. „Hier im Landschaftspark Nord kenne ich mich in der Tiefe besser aus, als über Wasser“, sagt der 74-Jährige, der noch immer regelmäßig in den Unterwasserrevieren unterwegs ist. „Ich habe die ganze Unterwasserwelt hier mit aufgebaut, denn nur Wasser wäre ja langweilig.“ Ein künstliches Riff wurde angelegt, Reifen und Rohre zum Durchtauchen, ein Schiffs- und ein Flugzeugwrack gesellten sich dazu. Sogar ein alter Trabant ist im Gasometer versenkt worden, um den Tauchen ein abwechslungsreiches Erlebnis zu bieten.

Taucher sind bei Gewässerreinigung engagiert

Heute hat der Verein rund 130 Mitglieder. Regelmäßig trifft man sich zu Tauchgängen in den verschiedensten Gewässern. Außerdem engagieren sich die Taucher bei Aktionen wie „Sauberes Duisburg“. Einmal im Jahr helfen die TiND-Mitglieder den Duisburger Innenhafen unter Wasser zu reinigen – auch die Alte Emscher und die Rundklärbecken im Landschaftspark Nord werden regelmäßig von Müll befreit. „Da kommt schon viel zusammen, was Leute so ins Wasser schmeißen“, sagt Michael Dreker. „Ich habe aber auch schon mal 50 Euro raus gefischt und ein Fass Bier – voll und gut gekühlt.“

Im Gegensatz zu anderen Vereinen, können sich die Mitglieder der TiND nicht über fehlenden Vereinsnachwuchs beschweren. Im Gegenteil. „Wir haben stetig Zuwachs und Anfragen“, freut sich Michael Dreker.

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