Ausbildung

Berufsmesse in Marxloh setzt auf die Vielfalt des Stadtteils

32 Aussteller gaben Marxloher Schülern Auskunft über Berufsmöglichkeiten.

32 Aussteller gaben Marxloher Schülern Auskunft über Berufsmöglichkeiten.

Foto: Tamara Ramos / FUNKE Foto Services

Duisburg-Marxloh.  An der Grillo Gesamtschule in Duisburg stellten sich Ausbildungsbetriebe vor. Veranstalter sehen bei Marxloher Schülern große Vorteile.

Der Schulabschluss ist in der Tasche oder steht kurz bevor, die ganze Welt steht den Absolventen offen. Das ist schön – und gruselig, denn der Arbeitsmarkt erschlägt die jungen Menschen mit einer Fülle von Ausbildungen, Studiengängen oder Praktika. An der Herbert Grillo Gesamtschule in Marxloh schaffte am Donnerstag die „BOMM“ Abhilfe, die Berufs-Orientierungs-Messe-Marxloh. Zusammen mit dem Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium und dem Sophie-Scholl-Berufskolleg hatte die Gesamtschule 32 Aussteller eingeladen, die ihre Berufsfelder vorstellten. Hier erfuhren die Schüler alles über eine Laufbahn bei der Polizei, als Apotheker oder bei einer Versicherung – und die Aussteller erfuhren, was die Schüler aus Marxloh so besonders und begehrenswert macht.

Duisburger Schüler fragen bei Betrieben nach – und stellen sich vor

Karen Dietrich und Carsten Tum von der Entwicklungsgesellschaft Duisburg freuten sich zusammen mit Benno Chlebowski und Thomas Zander von der Gesamtschule, Brigitte Wilken vom Berufskolleg und Martin Goerlich vom Gymnasium über den regen Betrieb in der Aula und der Turnhalle. Hunderte Schüler tummeln sich zwischen den Ständen, und alle bringen etwas besonderes mit, sagen die Verantwortlichen.

„Die kulturelle Vielfalt im Stadtteil ist unsere große Stärke“, sagt Martin Goerlich stellvertretend für die anderen Veranstalter, „und das nicht nur aufgrund der Mehrsprachigkeit der Schüler“. Schüler aus dem Stadtteil hätten es schon als Kind oft nicht leicht gehabt, betont Brigitte Wilken, „aber dafür haben sie ganz viel Kraft.

Aussteller erklären erstmal, was ihre Firma eigentlich macht

In der Turnhalle stehen derweil Thomas Welzholz und Luis Zuchowski und erklären, was ihre Firma Brillux so macht. Der Firmenslogan lautet zwar „...mehr als Farbe“, aber wer die GmbH als Farbhersteller bezeichnet, liegt zumindest nicht völlig daneben. Das erfährt auch der Schüler Özgür Aran, dem Welzholz von zwei Ausbildungsberufen erzählt, zum Kaufmann im Außenhandel und zum Lagerlogistiker. Azubi Luis Zuchowski ist natürlich ein bisschen näher an den Marxloher Schülern dran. „Ich kann aus erster Hand berichten, wie der Alltag als Azubi so aussieht“, erklärt er, die nächste Station für Özgür Aran ist derweil der Stand der Debeka.

Benjamin Steckenborn erzählt den Schülern am Stand des privaten Krankenversicherers, was sie als potenzieller Azubi erwartet. Dabei trumpft die Krankenkasse mit einer Jobgarantie auf. „Wir bilden nur nach Bedarf aus“, erklärt Steckenborn, „wer also bei uns eine Ausbildung macht, arbeitet danach auch bei uns.“ Am nächsten, sagt der Experte zu den interessierten Schülern, sei der Berufsweg mit dem Job eine klassischen Versicherungsvertreters zu vergleichen. „Azubis und Angestellte haben bei uns sehr viel Kundenkontakt.“

Orientierungsmesse informiert auch über den Bewerbungsvorgang

Zusätzlich zu den vielen Ständen der Ausbildungsbetriebe haben die Veranstalter im Erdgeschoss auch Hilfestellungen für die Schüler auf Lager, wenn es dann an die Bewerbungsmappe geht. Die Werkkiste Duisburg hilft den künftigen Azubis oder Studenten bei der Optimierung ihrer Bewerbungsunterlagen, gleich nebenan können die Schüler direkt professionelle Bewerbungsfotos machen lassen. Denn, betont Benno Chlebowski: „Im Idealfall bewerben sich die Schüler gleich hier auf der Messe bei einem Betrieb.“

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