Syrisches Restaurant

Corona: Restaurant Sham liefert und startet Straßenverkauf

Das Restaurant Sham in Duisburg-Neumühl bietet syrisches Essen an.

Das Restaurant Sham in Duisburg-Neumühl bietet syrisches Essen an.

Foto: Maren Schürmann

Duisburg-Neumühl.  Das deutsch-syrische Restaurant in Neumühl bietet in der Corona-Krise einen Lieferdienst und Fensterverkauf an – jeder zahlt hier, was er kann.

Das deutsch-syrische Restaurant Sham reagiert auf die aktuellen Einschränkungen und bietet ab sofort sowohl einen Lieferservice als auch einen Außer-Haus-Verkauf an. Das Projekt Lebenswert als Betreiber des Sham will die Speisen im gesamten Stadtbezirk Hamborn ausfahren. „Wir möchten damit ein positives Zeichen setzen und zeigen, dass es irgendwie weitergeht“, sagt Pater Tobias, der dem Projekt vorsteht. Der soziale Gedanke stehe dabei im Vordergrund.

Angeboten werden Frühstück und Mittagessen, solange der Vorrat reicht. Dabei gilt das Motto „Pay as you like!“ – jeder zahlt, was er kann. Als Empfehlung gelten fünf Euro pro Portion, sagt Pater Tobias. „Es darf aber auch gerne weniger oder mehr bezahlt werden.“ Mit der Aktion wolle man vor allem Menschen unterstützen, die auf Hilfe angewiesen sind. „Leider können wir gerade nicht viel tun, aber: Wir können kochen. Und genau das machen wir jetzt“, sagt Pater Tobias.

Finanzielle Sorgen beim Neumühler Projekt Lebenswert

Derweil ruft das grassierende Coronavirus auch beim Projekt Lebenswert finanzielle Sorgen hervor. Die Situation bedrohe aktuell das, was über Jahre hinweg „mit viel Herzblut und ehrenamtlichen Engagement“ aufgebaut wurde, so Pater Tobias. Die finanzielle Basis des gemeinnützigen Unternehmens breche durch die Beschränkungen des Alltags weg.

„Wir haben als gemeinnützige GmbH weiterhin hohe Personalkosten, Miete, Betriebskosten und weitere Ausgaben“, so Pater Tobias. „Wenn sich die finanzielle Lage nicht schnell bessert, dann kommen wir bereits ab April in sehr schwierige Fahrwasser.“

Restaurant Sham liefert sieben Tage die Woche

Das Spektrum von Hilfsangeboten beim Projekt Lebenswert reicht von Amtsbegleitungen über Deutschkurse und Bewerbungstrainings bis hin zur professionellen Seelsorge. Auch das Kinderhilfswerk „KiPa-cash-4-kid“ gehört dazu. Es übernimmt Patenschaften für Kinder, damit sie sich zum Beispiel die Mitgliedschaft in Sportvereinen leisten können.

Der Fensterverkauf am Restaurant Sham beziehungsweise am angrenzenden Café „Offener Treff“ (Holtener Straße 176) hat ab sofort wochentags von 8 bis 14 Uhr sowie am Wochenende von 11 bis 14 Uhr geöffnet. Vorbestellungen können an tobias@abtei-hamborn.de oder 0203/44989672 gerichtet werden. Dort können Kunden auch erfahren, welche Tagesgerichte angeboten werden. Spenden an das Projekt Lebenswert sind an diese Bankverbindung möglich: Projekt Lebenswert; IBAN DE34360602950010766036; BIC: GENODED1BBEI. Spendenquittungen werden ausgestellt.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben