Lebensqualität in Walsum

Die Lebensqualität in Walsum soll verbessert werden

Bezirksbürgermeister Georg Salomon und Detlef Frese machen sich für Walsum stark.

Foto: Udo Gottschalk

Bezirksbürgermeister Georg Salomon und Detlef Frese machen sich für Walsum stark.

Duisburg - Walsum.   Bezirksbürgermeister Georg Salomon und SPD-Fraktionschef Detlef Frese wollen dafür sorgen, dass der Ortsteil liebens- und lebenswert bleibt.

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„Walsum ist ein lebens- und liebenswerter Ortsteil“, sagen Bezirksbürgermeister Georg Salomon (60, SPD) und der Walsumer SPD-Fraktionschef Detlef Frese (61). Was aber nicht heißt, dass die Beiden keine Schwachpunkte erkennen. Ganz im Gegenteil. In einem Gespräch mit unserer Redaktion haben die Sozialdemokraten diverse Probleme angesprochen, die sie möglichst rasch lösen möchten. Dabei sind sie allerdings auf die Mithilfe der Bürger, der Geschäftsleute und der Mitarbeiter der Stadtverwaltung angewiesen.

Raserszene nervt die Bürger allerorten

An die Autofahrer appellieren Frese und Salomon, sich strikt an die Verkehrsregeln zu halten. Schneller als erlaubt durch die Stadt zu rasen können sie nicht akzeptieren. „Die Fußgänger fühlen sich unsicher“, wissen die Beiden. Und der Lärm stört die Anwohner. Problembereiche sind der Franz-Lenze-Platz, wo Tempo 30 gilt. Aber auch die Römerstraße, wo sich die Raserszene gelegentlich austobt. Auch dort soll in einem Teilbereich Tempo 30 des nachts eingeführt werden. Der Antrag sei im vergangenen Oktober gestellt worden. Passiert sei nichts. An dieser Stelle rügen die SPD-Männer die Verwaltung: „Es stört uns ungemein, dass unsere Anträge von der Verwaltung so langsam umgesetzt werden!“

Immerhin: Erreicht habe die Politik, dass die Zufahrt zum Kometenplatz abgeriegelt ist und Fußgänger somit nicht mehr von Autofahrern gejagt werden.

Weitere Shisha-Bars und Wettbüros sollen verhindert werden

Nervig finden die Politiker auch, dass Bürgersteige zugeparkt und Autos in der zweiten Reihe am Straßenrand abgestellt werden.

Wie bereits mehrfach berichtet, möchten die Sozialdemokraten weitere Shisha-Bars, Spielhallen und Wettbüros verhindern. Sie beobachten, dass die Etablissements bis spät in die Nacht geöffnet seien und Ruhestörungen sehr oft vorkämen.

Den Wandel in der Geschäftswelt bemängeln die Walsumer genauso wie die Bürger. Allerdings mit einer Einschränkung: Das Argument, in Walsum (gemeint sind Aldenrade und Vierlinden) könne man ja nicht mal mehr den täglichen Bedarf decken, können sie nicht nachvollziehen.

Kaufleute sind aufgefordert, wieder verkaufsoffene Sonntage anzubieten

„Ja, Bekleidungsangebote fehlen“, räumt Detlef Frese ein, „aber die Nahversorgung ist gewährleistet.“ Sprich: Für Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs müsse niemand weite Wege zurücklegen. Gleiches gelte für die medizinische Versorgung.

Um das immer noch gute Warenangebot bekannt zu machen, fordern die Beiden die Geschäftsleute auf, wieder verkaufsoffene Sonntage einzuführen. „Die gibt es jetzt schon zum zweiten Mal in Folge nicht“, klagt Salomon. „Die Geschäfte sind da, der Service stimmt. Aber die Kaufleute müssen das auch bekannt machen“, ergänzt er.

Neubürger brauchen eine gute Infrastruktur

Eine gute Infrastruktur sei immens wichtig für Walsum. Nur damit könne man bei Neubürgern punkten, die künftig in die Neubaugebiete – insbesondere in Vierlinden – ziehen werden. Sie bräuchten Schulen, Kindergärten, gute Anbindungen an den öffentlichen Nahverkehr, aber auch gute Einkaufsmöglichkeiten. Um das sicher zu stellen, wollen die Sozialdemokraten künftig verstärkt darauf achten, dass ihre Forderungen in den Bebauungsplänen berücksichtigt werden.

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