Karneval

Feiernde Hexen und ein Spiegelei im Röttgersbach

KVO Kindersitzung 2019 in der Unterkirche St. Barbara. Im Bild: Michelle (8) und Mara (7).

KVO Kindersitzung 2019 in der Unterkirche St. Barbara. Im Bild: Michelle (8) und Mara (7).

Foto: Michael Dahlke

Röttgersbach.   Der Karnevalsverein Obermarxloh veranstaltet seit 30 Jahren eine Kindersitzung. Auch die aktuelle Feier war ein Riesenerfolg.

Die Unterkirche St. Barbara und der Jubiläumshain sind mit Schnee bedeckt. Ihr Anblick hat etwas idyllisches, nur etwas passt nicht so ganz in die Winterlandschaft: Kleine Fußballspieler, Prinzessinnen, Räuber, Cowboys, Hexen, Alice aus dem Wunderland und ein Spiegelei überqueren die Straße. Am Freitag fand in der Unterkirche von St. Barbara in Röttgersbach, die Kindersitzung des Karnevalsvereins Obermarxloh statt.

Die Organisation der Sitzung übernahm die Kinder- und Jugendgarde des Vereins. Seit 30 Jahren findet eine Sitzung nur für die Kinder statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die vier bis 14-Jährigen. Die Veranstaltung startete mit dem Einlaufen der Kindergarde und einigen Tänzen, daraufhin bewiesen die Kleinen ihr können im Ballon- und Zeitungstanz.

Anschließend führte die Garde noch weitere Tänze vor, bevor das Jugendprinzenpaar aus Wehofen auftrat. Zum Schluss beschäftigte sich ein Clown mit den Kindern und die schönsten Kostüme wurden geehrt. Der zweit- und drittplatzierte erhielt Freikarten für die Niederrhein Therme und der Preis für den Sieger war ein signierter MSV-Fußball.

„Wir veranstalten immer wieder gerne die Kindersitzungen“, sagt Andrea Ackermann, „denn es macht uns und den Kindern einfach Spaß. Der Karneval ist für viele dieser Kinder ein zweites Zuhause. Wir holen sogenannte ,Problemkinder’ von der Straße und bei uns lernen sie Zusammenhalt und Gemeinschaftssinn.“

Alina Ackermann tanzt seit 17 Jahren im Karneval. Seit 2014 trainiert sie die Kinder- und Jugendgarde. „Die Kinder und ich arbeiten viel und hart. All die Arbeit zahlt sich aber aus, wenn die Kinder voller Stolz ihre Tänze präsentieren.“, sagt die 23-Jährige.

„Von den Kleinen kann man viel lernen. Das war sie machen, das machen sie mit purer Leidenschaft. Sie sind aufgeregt vor den Auftritten und haben Angst, trotzdem springen sie über ihren Schatten und trauen sich. Dadurch werden sie offener, selbstbewusster und viel selbstständiger.“ , so Alina Ackermann.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben