Stadtentwicklung

100 Einfamilienhäuser für Meiderich: Was das Viertel bietet

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So sehen Vista-Häuser an anderen Orten aus. Die Dornieden-Gruppe plant auch in Duisburg-Meiderich ein neues Wohnquartier.    

So sehen Vista-Häuser an anderen Orten aus. Die Dornieden-Gruppe plant auch in Duisburg-Meiderich ein neues Wohnquartier.    

Foto: Dornieden

Duisburg-Meiderich.  Eine Neubausiedlung mit 100 Einfamilienhäusern entsteht in Duisburg-Meiderich für junge Familien und Paare. So sind dort Lage und Infrastruktur.

Noch ist das Brachgelände an der Steinstraße zugewuchert. Früher gehörte das 32.000 Quadratmeter große Grundstück der Deutschen Bahn, jetzt hat es die Dornieden-Gruppe gekauft und will dort eine große Neubausiedlung mit rund 100 Einfamilienhäusern bauen. Vor allem junge Familien sollen dort einziehen. Es ist nicht das einzige neue Wohnquartier in Mittelmeiderich – der Stadtteil ist bei Wohnbauunternehmen und Familien gleichermaßen gefragt. Doch als Großprojekt sticht das geplante Viertel auf dem alten Bahngelände heraus. Den künftigen Bewohnern wird in der Nachbarschaft einiges geboten.

Das Quartier an der Steinstraße / Hoher Weg besticht vor allem durch seine gute Lage, denn es ist nah am Herzen von Meiderich. Direkt vor der Haustür liegt der Lebensmitteldiscounter Netto und – nur wenige hundert Meter entfernt – ein Rewe-Supermarkt. Als Einkaufsstraße hat zwar Unter den Ulmen, die sich direkt an das Viertel anschließt schon bessere Tage gesehen und kämpft mit Leerständen, aber einige Fachgeschäfte, Bäcker, Imbisse, Ärzte und eine Apotheke öffnen weiterhin für Kunden.

Steigt man dort nicht an einer der zahlreichen Haltestellen in den Bus, sondern schlendert gemütlich die angrenzende Sommerstraße entlang, dann dauert es dennoch nur eine knappe Viertelstunde, bis – jenseits der A59-Brücke – die nächste U-Bahnstation „Auf dem Damm“ erreicht ist. Auf dem Weg dorthin liegen etwa mehrere Trinkhallen, Kneipen, ein Bastelladen, eine Pizzeria, ein griechischer Imbiss und an der U-Bahn ein griechisches Restaurant.

Gute Anbindung: Schnell auf Meiderichs Einkaufsmeile und in der Duisburger City

Bis zur Haupteinkaufsstraße, der Von-der-Mark-Straße, mit zahlreichen Geschäften, Gastrobetrieben, der Stadtbibliothek, dem Bezirksamt und der Sparkasse ist es dann nur noch ein Katzensprung – und auch der Meidericher Busbahnhof sowie der Bahnhof Meiderich-Süd sind schnell erreichbar, per Bus, Bahn oder sogar zu Fuß. So sind Pendler mit der U-Bahn auch schnell am Duisburger Hauptbahnhof, in der Innenstadt oder, in der anderen Fahrtrichtung, im Stadtnorden.

Junge Eltern oder Paare mit Kinderwunsch, die ins zukünftige Wohnviertel ziehen wollen, dürften ebenfalls erfreut feststellen, dass nicht nur mehrere Kitas in der Umgebung sind, sondern im Umkreis von gut einem Kilometer auch gleich vier Grundschulen. Gut erreichbar sind zudem das Max-Planck-Gymnasium und die Gesamtschule Meiderich. In der direkten Nachbarschaft der geplanten Einfamilienhäuser liegt zusätzlich die James-Rizzi-Schule (Förderschule).

Als beliebtes Naherholungsziel ist ebenfalls der Stadtpark nur einen mehrminütigen Spaziergang entfernt. Familien können dort den neuen Leuchtturmspielplatz oder den Minigolfplatz nutzen – und Jugendliche das Meidericher Parkhaus für Live-Konzerte oder Tanzpartys besuchen.

Lage und Infrastruktur sind attraktiv für junge Familien

All diese Standortfaktoren von Meiderich sind auch ausschlaggebend, warum die Dornieden-Gruppe das neue Wohnquartier an der Steinstraße bauen will und eine zusätzliche Siedlung mit 25 Häusern an der Borkhofer Straße. „Die Lage ist gut, die Infrastruktur von Meiderich ist für unsere Zielgruppe attraktiv und die Verkehrsanbindung super“, sagt Dornieden-Sprecher Thomas Bolte im Gespräch mit der Redaktion und bekräftigt, dass die Konzerntochter Vista Reihenhaus GmbH längst nicht überall in Duisburg Grundstücke kaufen und Neubausiedlungen planen würde.

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So würden die Grundstücksakquisiteure des Konzerns nur Flächen zum Ankauf vorschlagen, in deren Gegenden sie selbst hinziehen würden, erläutert Bolte, räumt aber auch ein: „Das wichtigste Argument ist für uns bezahlbarer Wohnraum.“ So sollen die Vista-Häuser ganz gezielt junge Familien oder Paare ansprechen und den Trend bedienen, den der Corona-Lockdown verstärkt hat: Den Wunsch nach einem Eigenheim mit eigenen Balkon, Garten oder auch nur einem zusätzlichen Arbeitszimmer fürs Homeoffice.

Dornieden-Gruppe rechnet mit „Riesennachfrage“ für die Einfamilienhäuser

Wie teuer ein Eigenheim an der Steinstraße wird, lasse sich angesichts stetig steigender Bau- und Personalkosten noch nicht seriös sagen, so Thomas Bolte weiter, aber die serielle Bauweise der Vista Reihenhaus GmbH wirke den Preissteigerungen entgegen, so dass sich in Meiderich bald nicht nur Besserverdiener den Wunsch vom eigenen Haus erfüllen können. „Es gibt eine Riesennachfrage, die Häuser werden uns bestimmt aus den Händen gerissen“, sagt der Dornieden-Sprecher und zieht Parallelen zu einem ähnlichen Großprojekt in Castrop-Rauxel.

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In Meiderich herrscht jedoch noch kein Baurecht, das wird erst im nächsten Frühjahr erwartet. Erst anschließend wird die Vermarktung für die Neubausiedlung beginnen.

>> UMGEHUNGSSTRASSE LIEGT DIREKT AM NEUBAUGEBIET

● Die vielgelobte Verkehrsanbindung des Großprojekts an der Steinstraße / Hoher Weg schließt zwar auch den Fahrradweg Grüner Pfad ein, doch hat auch einen entscheidenden Nachteil: Neben dem neuen Viertel entsteht aktuell die Meidericher Umgehungsstraße.

● Dennoch mindert dies nach Ansicht des zuständigen Stadtplaners Patrick Huhn die Attraktivität des Quartiers nicht, auf Lärmschutz werde geachtet, teils durch die Position der Reihenhäuser. „Man kann in Ruhe auf der Terrasse sitzen, frühstücken und die Morgensonne genießen.“

● Die Pläne für den entsprechenden Bebauungsplan 2041 und den Flächennutzungsplan 3.32 sind vom 25. Oktober bis einschließlich 20. Dezember abrufbar auf www.duisburg.de/bauleitplanung und liegen aus im Stadtentwicklungsamt (Friedrich-Albert-Lange-Platz 7). Termine lassen sich montags bis donnerstags von 8 bis 12 und freitags von 8 bis 14 Uhr vereinbaren unter 0203 283 3416 oder per Mail: c.lebiadzenka@stadt-duisburg.de.

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