Sportpolitik

Laarer Kunstrasenplatz „wandert“ nach Duissern

Einen solchen schmucken neuen Kunstrasenplatz sollte es an der Sportanlage Ahrstraße oder am Rönsbergshof geben. Nun kann man sich in Duissern freuen, denn dort wird der Kunstrasenplatz gebaut.Foto:Alexandra Roth

Einen solchen schmucken neuen Kunstrasenplatz sollte es an der Sportanlage Ahrstraße oder am Rönsbergshof geben. Nun kann man sich in Duissern freuen, denn dort wird der Kunstrasenplatz gebaut.Foto:Alexandra Roth

Meiderich.   Bezirksvertretung kritisiert mangelnde Kooperationsbereitschaft von Sportvereinen. Laarer und Ruhrorter Vereinsvorstände bestreiten dies.

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In der öffentlichen Sitzung der Bezirksvertretung Meiderich/Beeck kritisierte der Grüne Bezirksvertreter Melih Keser die Entscheidung der Verwaltung, einen ursprünglich für Laar geplanten Kunstrasen-Fußballplatz samt Flutlicht-Beleuchtung nun im Duisburger Süden, in Duissern zu bauen.

Außer Keser betonten alle Bezirksvertreter, die sich zu Wort meldeten, der Bau des Platzes sei an mangelnder Kooperationsbereitschaft der beteiligten Vereine gescheitert: „Für Gespräche, an denen ich teilgenommen habe, galt: Es gab keine Kooperationsbereitschaft der Vereine.“

Gelder des Bundes für Sport-Infrastruktur

So sagte es Bezirksbürgermeisterin Daniela Stürmann. Im Gespräch mit der Redaktion bestreiten die Vereinsvorstände des VfvB Ruhrort-Laar und des SV Laar 21 dies vehement. Hintergrund ist eine Ratsvorlage aus dem Jahr 2015.

Da freuten sich drei Sportvereine über die Ankündigung, dass Gelder des Bundes in neue Sport-Infrastruktur fließen sollten. In der Sportanlage Ahrstraße sollten ein Vereinsheim, ein großer beleuchteter Kunstrasenplatz und ein beleuchteter Kleinfeld-Kunstrasenplatz entstehen.

Duisburg Sport moderierte den Prozess

An die Vereine TSV Bruckhausen, VfvB Ruhrort-Laar und SV Laar 21, erging damals die Aufforderung der Verwaltung, über gemeinsame Fusionen oder Kooperationen nach zu denken, um von der Maßnahme mit profitieren zu können.

Die Vorlage wurde 2017 modifiziert. Der Sportverein Viktoria Beeck wurde mit ins Boot geholt und der Bau eines Kunstrasen-Spielfelds am Rönsbergshof in Erwägung gezogen.

Zu Beginn des Jahres 2018 ist die damalige Euphorie bei vielen Beteiligten der Ernüchterung gewichen, denn die vom städtischen Dienstleister Duisburg Sport moderierte Maßnahme wurde nie so umgesetzt, wie sie 2015 geplant war.

Vereine sagen, Kooperationsbereitschaft besteht

Nach jetzigem Stand ist der TSV Bruckhausen Hauptnutzer der Anlage an der Ahrstraße, die immerhin ein neues Klubhaus bekommen hat. Der VfvB Ruhrort-Laar bekommt für seine Jugendabteilung den geplanten Kleinfeld-Kunstrasenplatz, Viktoria Beeck bleibt am Rönsbergshof.

Der geplante große Kunstrasenplatz „wanderte“ nach Duissern. Dies bedauerten die Redner von SPD und CDU in Meiderich sehr, gaben die Schuld daran, wie schon beschrieben, den beteiligten Vereinen.

Für den SV Laar 21, der eine Alternative zur alten und schwer erreichbaren Platzanlage „An der Vogelwiese“ als „existenziell notwendig“ erachtet, ändert sich nichts.

Gemeinsam mit dem VfvB Ruhrort-Laar sei man nicht nur kooperationsbereit gewesen, die Bereitschaft bestehe nach wie vor, sagen beide Vereinsvorstände gleichlautend. Dies habe man Politik und Duisburg Sport sogar schriftlich erklärt: „Es gab und gibt bei uns die Bereitschaft, zu kooperieren.“

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