Familientag

Seit 75 Jahren zur Stelle, wenn es brennt

Zum Programm gehört auch eine Rettungs-Übung: Hier wird simuliert, wie ein verunfallter Schwerverletzter aus seinem Fahrzeug gerettet werden kann.

Foto: Jörg Schimmel

Zum Programm gehört auch eine Rettungs-Übung: Hier wird simuliert, wie ein verunfallter Schwerverletzter aus seinem Fahrzeug gerettet werden kann. Foto: Jörg Schimmel

Vierlinden.  Freiwillige Feuerwehr Vierlinden begeht ihren Festtag mit einem bunten Programm für Gäste und Familien. Rettungstechniken live vorgeführt.

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Der Hubwagen fährt langsam die Leiter aus. Schließlich erreicht die Plattform eine Höhe von über 20 Metern. Auf ihr befinden sich jedoch keine Feuerwehrmänner in voller Montur, sondern neben einem Brandschützer in T-Shirt auch Kinder. Es brennt nirgends und es muss auch niemand gerettet werden.

Zum Glück. Zum 75-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Vierlinden laden die Brandschützer Besucher des Jubiläums-Fests ein, sich über ihre Arbeit zu informieren und die Geräte und Wagen der Feuerwehr zu inspizieren. Vor allem bei den kleinsten Gästen kommen die vielen Möglichkeiten gut an. Allen voran der Hubwagen.

Löschgruppenführer seit 27 Jahren dabei

Löschgruppenführer Harald Kallewischer ist seit 27 Jahren dabei. Er arbeitet als Brandschützer für einen Stahlkonzern, beschäftigt sich also auch in seinem Hauptberuf mit dem Thema. Das ist bei anderen Mitgliedern anders. Die Gruppe setzt sie sich auch aus Handwerkern und Kaufleuten zusammen. 23 Aktive hat die Vierlindener Freiwillige Feuerwehr derzeitig.

Wenn es brennt in der Stadt, ihr Pieper geht, lassen jedoch alle ihre Arbeit ruhen und eilen zum Einsatz. „Das ist so mit den Arbeitgebern abgesprochen, wir sind dann freigestellt“, erklärt Kallewischer, dem gerade die Vielfalt der Einsätze herausfordert.

Viele Einsatz-Szenarien möglich

„Wir fahren im Jahr in etwa 30 Einsätze, die ganz verschieden aussehen können“, sagt er. „Und das wollen wir heute auch so ein bisschen kund tun. Wir löschen nicht nur Brände, sondern müssen auch in anderen Situationen eingreifen, etwa Menschen aus großen Höhen bergen“, sagt er.

Wie das aussieht, zeigen die Brandschützer dann bei einer Übung. Zwei Helfer seilen sich aus großer Höhe ab und simulieren die Rettung eines Hilflosen. In etwa wie wenn ein Arbeiter, der zwar gut gesichert ist, aber aus verschiedenen Gründen Hilfe braucht – beispielsweise bei Fassadenarbeiten.

Modell zur Entwicklung von Bränden

Nicht nur über die Arbeit der Feuerwehrmänner, sondern auch über die Entwicklung von Bränden können sich die Besucher informieren. An einem Modellhaus kann man erleben, wie sich der Rauch in einem Familienhaus entwickelt. In den meisten Fällen sterben Opfer nicht in den Flammen, sondern fallen einer Rauchvergiftung zum Opfer. Eltern stehen mit ihren Kindern vor dem Modell, erklären den Kindern, was passieren kann und warum es wichtig ist, nicht mit Feuer zu spielen.

Während sich die Gäste sich informieren und die Kinder über Helme, Schläuche und andere Ausrüstungsgegenstände staunen, sitzen ehemalige und aktuelle aktive Mitglieder zusammen und plaudern über alte Zeiten und frühere Einsätze.

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