Logport VI

Weiter Knatsch in Duisburg-Walsum wegen Logport VI

Der Abriß der ehemaligen Papierfabrik Walsumgeht flott voran.

Der Abriß der ehemaligen Papierfabrik Walsumgeht flott voran.

Foto: Hans Blossey

Duisburg - Walsum.   Walsumer Bürger schreiben erneut einen Brandbrief an Oberbürgermeister Sören Link. Sie wollen erreichen, dass ein Bebauungsplan aufgestellt wird.

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Dicke Luft in Walsum: Weiterhin fordern Bürger für das künftige Logport-IV-Areal auf dem Gelände der einstigen Papierfabrik einen Bebauungsplan. Weiterhin gibt die Stadt dafür kein grünes Licht und beantwortet nicht einmal zeitnah einen Bürgerantrag. Am 20. April vergangenen Jahres ist der Antrag eingereicht worden, „erst mit Schreiben vom 9. Oktober 2017 erhielten wir eine Antwort“, sagen Peter Hoppe und seine Mitstreiter.

Eine neuerliche schriftliche Anfrage an die Stadt – adressiert an Oberbürgermeister Sören Link – vom 30. Januar dieses Jahres ist bis zum heutigen Tag nicht beantwortet worden. Aus dem Rathaus erhielt unsere Redaktion auf Anfrage in dieser Woche nur diese kurze Stellungnahme: „Es kann noch dauern.“ Das Amt für Stadtentwicklung werde die Presse im übrigen erst informieren, wenn die Bürger die Antwort bekommen hätten...

Entschuldigung der Stadt wird nicht angenommen

In ihrem Schreiben von Ende Januar gehen die Antragsteller zunächst noch einmal auf das Schreiben der Stadt vom Oktober vergangenen Jahres ein. Darin hatte sich ein Mitarbeiter der Verwaltung für die verzögerte Beantwortung entschuldigt. „Die [...] können wir nicht annehmen“, schreiben Peter Hoppe, Heinz Goldenhaus und Thomas Paschke an den OB. Und fordern ihn auf, nun selbst Stellung zu nehmen.

Unter anderem wollen sie wissen, wieso das Land NRW die Flächen der ehemaligen Papierfabrik als logistiktauglich eingestuft habe. Die drei, aber auch andere Walsumer sind da skeptisch. Unter anderem, weil „Teile der Werkflächen der Papierfabrik gemäß den Hochwasserrisiko-Karten der Bezirksregierung Düsseldorf nicht hochwasserfrei“ seien. „Welche Maßnahmen werden sicherstellen, dass keine hochwassereinschränkenden Nutzungen hier ergriffen werden?“, fragen sie. Die Bürger wollen auch wissen, wie die Flutung des Areals bei Rheinhochwasser verhindert werden soll, solange nicht andernorts Entlastungsflächen geschaffen wurden.

Hier die weiteren Fragen der Walsumer

Ferner fragen sie,
-- ob sichergestellt sei, dass der geplante Rheinradweg gebaut werden könne,
-- welche Maßnahmen ergriffen werden, damit keine groß-industriellen, eventuell gar störfallrelevanten Anlagen auf der Fläche errichtet werden,
– ob der Lieferverkehr so geregelt wird, dass die Anlieger nicht über Gebühr gestört werden,
-- ob sich die künftigen zulässigen Bauhöhen im Logport an dem 180 Meter hohen Kühlturm oder dem 300-Meter-Schornstein des Kraftwerks orientieren,
– ob sichergestellt ist, das keine Arbeitsplätze auf Altlasten entstehen, und
– warum nicht einige Gebäude als Baudenkmäler erhalten wurden.

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